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04. Oktober 2016

Berlin: Global Peacebuilder Summit vereint FriedensstifterInnen

Kürzlich trafen sich 30 FriedensstifterInnen aus der ganzen Welt zum ersten Global Peacebuilder Summit im brandenburgischen Paretz bei Berlin. Auf Einladung der Culture Counts Stiftung diskutierten die TeilnehmerInnen eine knappe Woche lang über die Rolle von Zivilgesellschaft in Friedensprozessen. Unter ihnen war auch Monika Hauser als einzige westeuropäische Teilnehmerin.

„Der Global Peacebuilder Summit hat Raum geboten, um gemeinsam unsere oftmals schwierige Arbeit zu reflektieren und uns gegenseitig zu stärken. Dies war für mich persönlich eine äußerst inspirierende und wertvolle Erfahrung.“

Friedensarbeit trotz Druck und Bedrohung

Zunächst versammelten sich die FriedensstifterInnen unter sich im abgelegenen Paretz. Für viele von ihnen war dies eine einmalige Gelegenheit, um zur Ruhe zu kommen, durchzuatmen und sich mit anderen AktivistInnen auszutauschen. Die meisten der TeilnehmerInnen arbeiten unter extrem schwierigen und teils gefährlichen Bedingungen. Allzu oft werden die FriedenstifterInnen in ihren Ländern von staatlichen und nichtstaatlichen AkteurInnen bedroht und unter Druck gesetzt.

Die Fragen des Friedens

In Paretz wurde ein sicherer Raum geschaffen, der es den TeilnehmerInnen ermöglichte, wichtige Fragen zu diskutieren: Wie kann die Arbeit von Zivilgesellschaft in Konfliktregionen effektiver werden? Was sind die Grenzen zivilgesellschaftlichen Engagements? Wie können wir uns gegenseitig stärken und welche Form der Unterstützung brauchen wir von der internationalen Gemeinschaft? „Obgleich wir uns untereinander größtenteils nicht kannten, haben wir uns in kürzester Zeit miteinander solidarisiert. Ich bin mir sicher, dass die in Paretz geknüpften Beziehungen in der Zukunft wirken werden", meint Monika Hauser.

PolitikerInnen mit den Ergebnissen konfrontieren

Die Ergebnisse aus Paretz wurden im Anschluss bei politischen Gesprächen mit ParlamentaiererInnen, RegierungsvertreterInnen und nationaler Zivilgesellschaft in Berlin vorgestellt und diskutiert. Während eines Treffens mit dem Unterausschuss für zivile Krisenprävention des Deutschen Bundestags sowie einer Veranstaltung im Auswärtigen Amt wiesen die FriedensstifterInnen auf die Rolle der Bundesregierung bei Stärkung und Schutz von Zivilgesellschaft in Konfliktregionen. Vor allem bedarf es der konsequenten politisch-diplomatischen Unterstützung seitens der Bundesregierung. „Den InitiatorInnen und OrganisatorInnen des Global Peacebuilder Summits möchte ich für ihren Einsatz herzlichen danken. Ich würde mich freuen, wenn dieses Treffen fortgeführt werden würde“, so Monika Hauser.