
Menschenrechtsarbeit
Für Frauen und Mädchen gibt es keine Sicherheit im Krieg. Die Berichte aus vielen Krisenregionen zeigen, dass auch nach Ende eines bewaffneten Konfliktes Frauen und Mädchen vergewaltigt werden, dass Gewalt gegen Frauen weltweit alltäglich ist – auch in vermeintlichen Friedenszeiten. In Nachkriegsgesellschaften nimmt die Gewalt in den Familien erfahrungsgemäß zu, Frauen sehen sich zur Armutsprostitution gezwungen oder werden im internationalen Menschenhandel zur Ware. Auch in Flüchtlingslagern oder bei Friedenseinsätzen sind Frauen und Mädchen vor sexuellen Übergriffen durch Soldaten und Mitarbeiter internationaler Hilfsorganisationen nicht sicher.
medica mondiale setzt sich dafür ein, dass Menschenrechtsverletzungen an Frauen ein Ende finden und die Rechte von Frauen wahrgenommen, eingehalten und geschützt werden. Mit Aktionen und Kampagnen machen wir auf den weltweiten Skandal von sexualisierter Gewalt im Krieg und ihre Folgen für die Betroffenen aufmerksam. Gemeinsam mit unseren Projektmitarbeiterinnen im Ausland dokumentieren und erforschen wir die Ursachen und Hintergründe sexualisierter Kriegsgewalt und fordern eine öffentliche Auseinandersetzung mit Vergewaltigungen im Krieg.
medica mondiale macht sich auf politischer Ebene für Frauen stark, übt Druck auf PolitikerInnen und Organisationen aus, damit sie sich für die Rechte von Frauen einsetzen. Weltweit drängt medica mondiale Politik und Regierungen darauf, die internationalen Abkommen zum präventiven Schutz von Frauen vor sexualisierter Gewalt einzuhalten.

