Informieren und aufklären

medica mondiale macht öffentlich auf den weltweiten Skandal von sexualisierter Gewalt im Krieg und ihre Folgen aufmerksam, klärt über die Ursachen und Hintergründe auf und fordert eine öffentliche Auseinandersetzung mit den Kriegsvergewaltigungen

Ob im Zweiten Weltkrieg, im ehemaligen Jugoslawien in den 90er Jahren oder derzeit in der Demokratischen Republik Kongo – aus Scham und Angst vor Ausgrenzung schweigen Frauen über die an ihnen begangenen Verbrechen. Sie leben isoliert, stigmatisiert und ihrem Schicksal überlassen. Die gesellschaftliche Tabuisierung der sexualisierten Gewalt verhindert, dass den Frauen geholfen wird und sie eigene Wege gehen können. Gleichzeitig erschwert sie erheblich die gesellschaftliche Aufarbeitung von Kriegsvergewaltigungen, die auch für die einzelne Frau äußerst wichtig ist.

Die Einführung des Kriegsopfer-Status für die im Krieg in Bosnien vergewaltigten Frauen im Jahr 2006 war bahnbrechend. Erstmals wurde damit weltweit ein wichtiges Zeichen gesetzt gegen das Vergessen und die Stigmatisierung von Frauen. Dieser Status war das Ergebnis eines jahrelangen Kampfes bosnischer Frauen – tatkräftig unterstützt von Medica Zenica.

Spendenbetrag:

Mit 50 Euro finanzieren wir einer Frau in Afghanistan eine dreimonatige psychosoziale Betreuung.

Charta

Unsere Arbeitsprinzipien haben wir in einer Charta verbindlich festgelegt.

Satzung

Die Satzung von medica mondiale vom 26.01.2005

18 Jahre medica mondiale

Die Chronik bietet einen Rückblick auf 18 Jahre kompromißlosen Einsatz für Mädchen und Frauen in Kriegs- und Krisengebieten seit 1993. 

Wo wir arbeiten

Derzeit ist medica mondiale in neun Ländern tätig – in Afghanistan, Kosova und Liberia mit eigenen Frauentherapiezentren, in anderen Regionen in Kooperation mit Frauenorganisationen vor Ort.