Gerechtigkeit

Kriegsvergewaltigungen sind schwere Menschenrechtsverletzungen. Trotz des erschreckenden Ausmaßes werden die Verbrechen an Frauen immer wieder als nebensächlich behandelt oder teilweise geleugnet und es herrscht weitgehend Straflosigkeit für Täter. Ohne die offizielle Anerkennung und die Ahndung der an ihnen begangenen Verbrechen kann es für Frauen weltweit keine Wiedergutmachung oder Entschädigung geben – geschweige denn Gerechtigkeit.

medica mondiale prangert diese Menschenrechtsverletzungen öffentlich an und fordert die strafrechtliche Verfolgung sexualisierter Kriegsgewalt. Seit 1994 hat medica mondiale insbesondere die Arbeit der internationalen Gerichtshöfe kritisch begleitet und sich beharrlich für den Schutz der traumatisierten Zeuginnen und eine angemessene Prozessführung eingesetzt.

Erstmals wurden RichterInnen des internationalen Strafgerichtshofes in Den Haag zum Thema sexualisierte Gewalt und Trauma fortgebildet. Mit wichtigen Informationen hat medica mondiale den weltweit ersten internationalen Prozess für das ehemalige Jugoslawien (International Criminal Tribunal for the former Yugoslavia) in Den Haag unterstützt, der ausschließlich wegen Kriegsvergewaltigung Anklage erhob und bei dem serbische Soldaten für die Versklavung und Vergewaltigung von muslimischen Frauen in Bosnien zu hohen Haftstrafen verurteilt wurden.

Spendenbetrag:

Mit 50 Euro finanzieren wir einer Frau in Afghanistan eine dreimonatige psychosoziale Betreuung.

Charta

Unsere Arbeitsprinzipien haben wir in einer Charta verbindlich festgelegt.

Satzung

Die Satzung von medica mondiale (Stand 31.10.2011)