
Partnerinnenschaft
Überlebende sexualisierter Gewalt haben erfahren, dass ungleiche Machtverhältnisse dazu ausgenutzt wurden, um ihnen Gewalt anzutun. Deshalb kann jede hierarchische Beziehung – wie zum Beispiel zwischen ÄrztIn und Patientin – als bedrohlich erlebt werden und erneut Gefühle der Ohnmacht und des Ausgeliefertseins hervorrufen.
In der Arbeit mit den Klientinnen achten die Mitarbeiterinnen darauf, dass bei aller notwendigen professionellen Distanz deutlich wird, dass zwischen Helferin und Klientin ein grundsätzlich gleichwertiges Verhältnis besteht. So kann die Partnerinnenschaft zum Beispiel im Verhältnis zwischen Ärztin und Klientin als positives Modell wirken. Die Klientin wird dadurch ermutigt, auch im Kontakt mit anderen ÄrztInnen oder gegenüber Behörden ihre Anliegen und Fragen selbstbewusster einzubringen.

