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Wir unterstützen Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten.

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Am 30. November 2015 veranstaltete medica mondiale einen Fachtag in Berlin. Knapp 100 Frauen und wenige Männer diskutierten über die Langzeitfolgen von Kriegsvergewaltigungen und die daraus resultierenden Herausforderungen für Gesellschaft,
Politik und Fachwelt. 

Im Mittelpunkt des Fachtages stand die Studie „We are still alive. Wir wurden verletzt, doch wir sind mutig und stark.“ Die von medica mondiale und ihrer bosnischen Partnerorganisation Medica Zenica durchgeführte Untersuchung mit Überlebenden sexualisierter Kriegsgewalt in Bosnien und Herzegowina zeigt: Die während des Krieges erlebte Gewalt wirkt auch nach 20 Jahren fort.

In diesem Zusammenhang wurde auch über die Vergewaltigungen des Zweiten Weltkriegs gesprochen. Über die Hälfte der heute alten Frauen leidet noch immer unter den Folgen der erlebten Gewalt, wie Ergebnisse einer Studie der Universität Greifswald belegen.

In Workshops stellten die Referentinnen theoretische Hintergründe der Trauma-Arbeit vor und erarbeiteten gemeinsam mit den TeilnehmerInnen Unterstützungsansätze für Überlebende von Kriegsvergewaltigungen.

Der Fachtag wurde gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

Videoproduktion: fuchsblau film

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Bereits vor 15 Jahren forderte der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (VN) in seiner Resolution 1325 „Frauen, Frieden und Sicherheit“ den Schutz von Frauen und Mädchen in bewaffneten Konflikten. Gegenwärtige Krisen wie im Süd-Sudan oder Irak zeigen jedoch, dass sexualisierte und andere Formen geschlechtsspezifischer Gewalt für viele Frauen und Mädchen noch immer grausame Realität sind.

Gemeinsam mit dem Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, Christoph Strässer, veranstaltete medica mondiale im Juli 2015 ein Fachgespräch zum Thema „Von der Rhetorik zur Praxis: Strategien zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen in Konflikten“. Beiträge und Ergebnisse der Veranstaltung hat medica mondiale in Form einer Dokumentation zusammengefasst und nun veröffentlicht.

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Am 30.11.2015 veranstaltete medica mondiale den Fachtag „Langzeitfolgen von Kriegsvergewaltigungen: Herausforderungen für Gesellschaft, Politik und Fachwelt“ in Berlin. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Ergebnisse der Studie „We
are still alive“ zu Langzeitfolgen von Kriegsvergewaltigungen und zu
Bewältigungsstrategien von Überlebenden in Bosnien und Herzegowina.

Gewalt an Frauen wirkt über Jahrzehnte fort

In der von medica mondiale, gemeinsam mit ihrer bosnischen
Partnerorganisation Medica Zenica, durchgeführten Untersuchung zeigt
sich: Die erfahrene Gewalt wirkt auch nach 20 Jahren noch fort.

Auch eine Studie der Universität Greifswald mit Frauen, die am Ende
des Zweiten Weltkriegs von alliierten Soldaten vergewaltigt wurden,
weist darauf hin, dass die Hälfte der heute alten bis hochaltrigen
Frauen noch immer unter Traumafolgereaktionen leiden.

Ziel des Fachtags: Sensibilisierung für Langzeitfolgen sexualisierter Gewalt

Ziel des Fachtages war es, ExpertInnen aus dem Gesundheits- und
Sozialbereich, der Flüchtlingspolitik, Humanitären Hilfe und
Entwicklungszusammenarbeit für die Langzeitfolgen von sexualisierter
Gewalt zu sensibilisieren und mit ihnen über Handlungsempfehlungen zu
diskutieren.

Darüber hinaus erhielten die TeilnehmerInnen in Workshops die
Möglichkeit, verschiedene fachliche Unterstützungsansätze wie den
ganzheitlichen, stress- und trauma-sensiblen Ansatz von medica mondiale
oder Beratungs- und Therapiekonzepte für alte und hochaltrige Frauen
kennenzulernen.

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Am 11. Oktober veranstaltete die Sozialdemokratische Partei Deutschland (SPD) in Mainz ihren Perspektivkongress 2015. Rund 500 TeilnehmerInnen berieten über die künftige programmatische Ausrichtung der Partei. Auch Monika Hauser, Gründerin von medica mondiale, nahm als unabhängige Expertin an der Veranstaltung teil und diskutierte unter anderem mit Außenminister Frank-Walter Steinmeier über deutsche Außenpolitik. "Frieden braucht Gerechtigkeit für Männer und für Frauen!" - so die Kernaussage von Monika Hauser.

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Seit über 20 Jahren unterstützt medica mondiale Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten, die sexualisierte Gewalt überlebt haben. Auch nach Ende der Konflikte und kriegerischen Auseinandersetzungen endet die Gewalt für Frauen und Mädchen meist nicht - im Nachkriegskontext erleiden sie oft vermehrt häusliche Gewalt. Dies stellt für Frauen im schlimmsten Fall eine Art Kriegssituation in den eigenen vier Wänden dar.

Unterstützung bei der Bewältigung traumatischer Erfahrungen

Mit einer trauma-sensiblen Grundhaltung nehmen wir die Situation von Frauen ganzheitlich in den Blick und suchen nach individuellen und gesamtgesellschaftlichen Lösungsansätzen. Wir wollen Frauen und Mädchen dazu befähigen, ihre stark belastenden und zum Teil traumatischen Gewalterfahrungen zu bewältigen und sie darin unterstützen, Strategien zu entwickeln, die erneute Gewalt verhindern.

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