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Wir unterstützen Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten.

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"Aus unserer langjährigen Traumaarbeit wissen wir, dass Sicherheit, Stabilität und das Schaffen von Perspektiven elementar sind in der Bewältigung von schweren Traumata. Ganz generell ist fachliche Hilfe vor Ort – soweit möglich – vorzuziehen. Wenn in den Flüchtlingslagern in der Türkei, dem Libanon, im Nordirak Fachkräfte und Freiwillige in einem trauma-sensiblen Umgang mit den Überlebenden qualifiziert werden würden, könnte das erhebliche Verbesserungen für deutlich mehr als 1000 Jesidinnen bedeuten."
Monika Hauser, 18. März 2015

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Über eine Vergewaltigung zu sprechen ist für die Betroffenen mit außerordentlichem Stress verbunden. Auch für JournalistIinnen kann die Berichterstattung über traumatische Gewalterlebnisse belastend sein. Um negative Folgen für beide Seiten zu vermeiden, bieten wir ein Dokument mit Zahlen und Hintergrundinformationen sowie Empfehlungen für MedienvertreterInnen an.

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News zum Evaluationsbericht: "Frauenrechte in Uganda wurden gestärkt"
Die Ergebnisse der Evaluation fußen mehrheitlich auf Aussagen, die in Interviews mit Betroffenen, Dorfältesten, MitarbeiterInnen von FOWAC und anderen AkteurInnen gesammelt wurden. Andere verlässliche Daten zur Bewertung heranzuziehen war schwierig, zum Teil auch nicht möglich. Deutlich wurde dennoch: FOWAC hat viel bewirkt. Ihre Mitarbeiterinnen haben sich ein großes Kooperationsnetzwerk aufgebaut und erreichen viele AkteurInnen mit ihrer Aufklärungsarbeit. In den Gemeinden werden mehr Fälle von sexualisierter Gewalt zur Anzeige gebracht, ehemalige Kindersoldatinnen und Alleinerziehende sind weniger ausgeschlossen. Um ihre Arbeit langfristig abzusichern, benötigt FOWAC jedoch mehr Personal, ein solides Dokumentations- und Monitoring-System für zukünftige Bewertungen und eine stabile Finanzierungsgrundlage.

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Atto Grace Attingo strahlt. Die Töpfe sind leer, die Teller ebenso. Und das ist gut so. Das winzige Restaurant, das die junge Frau vor kurzem im Dorf Liri im Distrikt Kitgum eröffnet hat, brummt. Ermöglicht hat es ein Kleinkredit der Spar- und Kreditgruppe, der Attingo seit fast zwei Jahren angehört. Mit dem Startkapital gelang es ihr, ein paar Hühner anzuschaffen und so viel Gemüse anzubauen, dass sie jetzt damit für andere kochen kann.
Einmal pro Woche trifft sich ihre Spargruppe.  Knapp 400 Frauen, die meisten zwischen 14-30 Jahre alt, sind in den 20 Spargruppen von FOWAC in den beiden Distrikten Kitgum und Lamwo zusammengeschlossen.
Hier im Norden Ugandas tobte bis 2007 ein erbitterter Bürgerkrieg zwischen Rebellen der Lord Resistance Army und Regierungstruppen. Unzählige Frauen und Mädchen wurden entführt, vergewaltigt und teilweise jahrelang gefangen gehalten oder für die Kampfverbände zwangsrekrutiert. Mittlerweile sind sie in ihre Heimatdörfer zurückgekehrt – ehemalige Kindersoldatinnen genauso, wie jene, die von den Milizen vergewaltigt und versklavt wurden oder Kinder aus Vergewaltigungen geboren haben.
In ihren Dorfgemeinschaften treffen sie aufgrund der Kriegsvergangenheit oftmals auf Ablehnung und Misstrauen. Genau diesen Frauen will FOWAC durch die integrierte psychosoziale und ökonomische Unterstützung neue Lebensperspektiven geben und helfen, wieder einen Platz in der Gemeinschaft zu finden.
Die gegenseitige Stärkung in den Gruppen verbunden mit der finanziellen Starthilfe und den Trainings von FOWAC helfen ihnen, neue Kräfte zu entfalten und sich eine eigene Existenz aufzubauen. Was die einzelnen Gruppen ansparen, ist allerdings sehr unterschiedlich.
Doch das Programm zielt nicht nur darauf ab, Existenzen zu sichern. Psychosoziale Unterstützung ist ein genauso wichtiger und fester Bestandteil. Jedes Treffen beginnt und schließt mit einem gemeinsamen Lied, Spiel oder Tanz. Für viele der Frauen ein bis dahin oft unbekanntes Gefühl von Leichtigkeit und Lebensfreude.
„In der Gruppe zu sein, kann mich sehr glücklich machen“, sagt Attingo. „Wenn ich niedergeschlagen bin, hilft mir die Gruppe, mich besser zu fühlen.“
Viele erfahren hier zum ersten Mal seit langem wieder Wertschätzung und Akzeptanz. Die Möglichkeit sich mit anderen auszutauschen und gemeinsam nach Lösungen für ihre Probleme zu suchen, empfinden die Frauen als große Hilfe. 
Begleitet werden die Gruppen von FOWAC Mitarbeiterinnen und insgesamt 60 ehrenamtlichen lokalen Beratungskräften, die medica mondiale und FOWAC in stress- und traumasensiblen Methoden geschult haben. Die BeraterInnen sind ein wichtiges Bindeglied zur Gemeinde.
Zugleich sind sie Ansprechpartnerinnen, wenn es Gewalt oder Konflikte gibt, und sorgen dafür, dass Betroffene juristische oder medizinische Hilfe erhalten. Langfristig soll ihr Einsatz dazu beitragen, sexualisierte Gewalt abzubauen. Daneben bietet das Team von FOWAC psychosoziale Beratung auch für Frauen außerhalb der Gruppen an.
Fast allen Frauen ist es seit dem Start des vom Bundesentwicklungsministerium geförderten Projekts 2014 gelungen, ihr Einkommen zu erhöhen. 90 Prozent der Mitglieder der Spargruppen sind inzwischen in der Lage, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Der wirtschaftliche Erfolg wiederum sorgt für mehr Akzeptanz und begünstigt ihre Reintegration in die Dorfgemeinschaft.

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Der NATO- geführte Kampfeinsatz der Internationalen Schutz- und Unterstützungstruppe (ISAF) in Afghanistan endete im Dezember 2014. Seither verschlechtert sich die Sicherheitssituation. Ein Problem vor allem für Frauen. Ein Interview mit Humaira Rasuli, Direktorin von Medica Afghanistan, im Amnesty Journal von Oktober/November 2016, von Sonja Ernst.

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Die IPPNW Deutschland – Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung e. V. veranstalteten 2016 den Kongress "Medizin und Gewissen - Was braucht der Mensch?".
Monika Hauser hielt bei diesem Anlass in Nürnberg die Rede "„Solidarität und Würde – Unterstützung für traumatisierte Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten“
Dabei berichtete sie über sexualisierte Gewalt auch in Deutschland, appellierte an die internationale Verantwortung und forderte besseren Gewaltschutz in deutschen Flüchtlingsunterkünften und EU-Fluchtprävention. Trotz der schlimmen Aussichten und oft tatenlosen Politik beendete Monika Hauser die Rede mit viel Hoffnung:
"Hoffnung geben mir die vielen Ehrenamtlichen und kleinen Hilfsorganisationen, die die Notleidenden auf dem Mittelmeer oder in den Trümmern Aleppos versorgen. Ebenso die vielen Frauen und Männer in Bayern und anderen Teilen Deutschlands, die engagiert und ohne lange zu fragen, das Notwendige leisten, während bei Ministerpräsident Seehofer die „Kapazitätsgrenze“ schon lange erreicht ist. Da ist die Zivilgesellschaft deutlich weiter, sie alle zeigen damit ihre Solidarität mit den Menschen und setzen ein Zeichen gegen Gewalt und Ausgrenzung. Es ist an uns, die Vision einer gerechteren Gesellschaft zu formulieren. Wir als Zivilgesellschaft tragen nicht die Verantwortung für falsche Politik. Aber wir tragen die Verantwortung dafür, ob wir uns ganz persönlich im Rahmen unserer Kräfte für Veränderungen einsetzen, für die Würde der überlebenden Frauen und Mädchen – und für unsere eigene Würde. Schauen wir gemeinsam hin und nicht weg. Solidarität beginnt bei uns selbst.
Ich danke Ihnen."

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Karin Griese und Alena Mehlau: Sensibilisierungsmaßnahmen in den Gemeinden und Schutznetzwerke verringern das Risiko erneuter Gewalterfahrungen und damit sequentieller Traumatisierung. Veröffentlicht in Trauma - Zeitschrift für Psychotraumatologie und ihre Anwendungen 14 Jg. (2016) Heft 3.

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