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Wir unterstützen Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten.

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Bedrohung der Zivilgesellschaft nimmt zu
Viele Staaten verletzen die Menschenrechtspakte, zu deren Einhaltung sie sich verpflichtet haben. Zivilgesellschaftliche Organisationen weisen immer wieder auf solche Missstände hin und werden in der Folge in vielen Ländern selbst Opfer von Repressionen und Gewalt durch den Staat oder auch nichtstaatliche Gruppen, von Einschränkungen durch Gesetzesinitiativen und Verwaltungshandeln. Dies hat sich inzwischen zu einem weltweiten Trend manifestiert. Die Weltallianz für Bürgerbeteiligung Civicus stellte 2016 fest, dass global sechs von sieben Personen in Ländern leben, in denen Bürgerinnen und Bürger, Aktivistinnen und Aktivisten und Organisationen in ihren grundlegenden Menschenrechten (vor allem in ihren Rechten auf Meinungs-, Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit) in unterschiedlicher Weise eingeschränkt werden.

Öffentliche Diffamierung, Bedrohung und Kriminalisierung
Soziale Bewegungen, Gemeinden und zivilgesellschaftliche Organisationen erfahren häufig öffentliche Diffamierung, Bedrohung und Kriminalisierung, wenn sie sich in politischen, wirtschafts- oder umweltpolitischen Belangen zu Wort melden. In einigen Ländern ist die Zivilgesellschaft durch staatlichen Druck bereits so stark eingeschränkt, dass sie sich vor der Verlautbarung ihrer Positionen oder vor Aktionen quasi selbst zensiert, um Mitarbeitende und ihre Familien nicht zu gefährden. Organisationen der Zivilgesellschaft, Aktivistinnen und Aktivisten zum Schutz von bestimmten Gruppen und Minderheiten wird die Existenzberechtigung abgesprochen und sie werden psychisch wie physisch bedroht.

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Die Region Syrien/Irak ist seit Herbst 2014 regionaler Schwerpunkt unseres Förderprogramms für Partnerorganisationen. Frauen und Mädchen aus Syrien und dem Irak sind sowohl in ihren Heimatländern als auch auf der Flucht von sexualisierter Gewalt betroffen. In Kooperation mit lokalen Frauenorganisationen in Sulaymaniyah/Irak und der Regionalregierung der Autonomen Region Kurdistan in Dohuk/Irak schulen wir Mitarbeiterinnen der Zufluchtshäuser, Frauenberatungsstellen und der Polizei sowie Gesundheitsfachkräfte in der Erstversorgung von gewaltbetroffenen Frauen und Mädchen. Weitere Informationen zu unserem Engagement in der Region Nordirak finden Sie hier.

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Wann haben Sie zuletzt die Solidarität eines anderen Menschen gespürt? Was haben Sie wahrgenommen? Manche beschreiben das Gefühl wie einen Schulterschluss, eine gereichte Hand oder eine Stütze im Rücken. Ein anderer Mensch steht an Ihrer Seite, zeigt sich verbunden mit Ihnen. Genau dieses Gefühl schenken Sie als UnterstützerIn von medica mondiale vielen Frauen und Mädchen, die sexualisierte Gewalt erlebt haben. Überlebenden wird innerhalb ihrer Gemeinschaft oft der Rücken zugekehrt. Sie erleben Stigmatisierung, werden als Schande ausgegrenzt oder gar als Verbrecherin eingesperrt. Unsere Beraterinnen stehen ihnen solidarisch zur Seite, kämpfen gemeinsam für Gerechtigkeit. Diese Beraterinnen und die oftmals angefeindeten Menschenrechtsaktivistinnen in unseren Einsatzgebieten brauchen die stärkende Antriebskraft der Solidarität ebenso. Wie sehr sie sich Tag für Tag darüber freuen, sehen Sie in unserem Video zum Jahresende mit vielen hoffnungsvollen Grüßen aus unseren Projektländern.
Ihr Team von medica mondiale

"Für mich bedeutet Solidarität in erster Linie, Frauen in schwierigen Lebenslagen Gehör zu schenken, sie zu verstehen, zu respektieren und sie zu unterstützen. Wir sind solidarisch mit Frauen, indem wir die Öffentlichkeit über Frauenrechte aufklären und auf Mängel in der Umsetzung hinweisen. Ist man solidarisch gegenüber Frauen, will man sie schützen und verhindern, dass ihnen Gewalt angetan wird oder sie traumatische Erlebnisse durchmachen. Gemeinsam schaffen wir für Frauen auf der ganzen Welt geschützte Räume, in denen sie Kraft schöpfen. Solidarität ermutigt sie, an der Gesellschaft teilzuhaben und für die eigenen Interessen einzustehen."
Sabiha Husić, Direktorin von Medica Zenica

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In Polizeimeldungen, Zeitungsberichten oder Kinofilmen treffen wir immer wieder auf Vergewaltigungsmythen. In ihnen reproduzieren PolitikerInnen, MedienvertreterInnen und andere AkteurInnen Darstellungen, in denen Vergewaltigungen in dunklen, einsamen Straßen oder Parkanlagen ausgeübt werden.
Meist sind die Täter in diesen Darstellungen männlich und unbekannt, während die Betroffenen eine stereotype Vorstellung von Weiblichkeit repräsentieren. Diese Zuschreibungen vermitteln ein verzerrtes, falsches Bild von den tatsächlichen Umständen, Ursachen und Folgen einer Vergewaltigung. Sie spiegeln nicht die Realität wider: 25 Prozent der Vergewaltigungen werden von einem (Ex-)Partner begangen und geschehen somit in intimen sozialen Beziehungen, das heißt also nicht auf der einsamen Straße und nicht durch einen Fremden.

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Der Film ist 2016 im Rahmen eines einjährigen Projekts entstanden, das die Unterstützung für gewaltbetroffene Frauen und Mädchen in Afghanistan verbessern soll. Das Projekt wurde vom Auswärtigen Amt gefördert.

Frauenrechte in Afghanistan
Medica Afghanistan ist eine der wenigen unabhängigen Organisationen von Frauen für Frauen in Afghanistan. Jedes Jahr unterstützt Medica Afghanistan mehr als 2.000 von Gewalt betroffene Frauen und Mädchen durch psychosoziale Beratung und rechtliche Hilfe. Traumatisierte Frauen und Mädchen bekommen bei Medica Afghanistan direkte Unterstützung.
Außerdem setzt sich die afghanische Frauenrechtsorganisation politisch für ein Ende der Gewalt und einen besseren Schutz von Frauen und Mädchen ein.

Unterstützung für Frauen, die Gewalt erlebt haben
Der Film spiegelt in Ausschnitten die Unterstützung von Medica Afghanistan wider, die sie gewaltbetroffenen Frauen anbieten. Die zentrale Arbeit der afghanischen Nichtregierungsorganisation ist der Einsatz für Frauenrechte durch psychosoziale Gesundheitsarbeit, Rechtshilfe und politische Arbeit.

Langfristige Unterstützung in Selbsthilfegruppen für Frauen
Ein wichtiges Element des aktuellen Projekts ist zudem die Förderung von Selbsthilfegruppen, in denen sich ehemalige Klientinnen nach Beratung durch Medica Afghanistan weiter treffen, um sich auszutauschen und gegenseitig zu unterstützen.

Die Organisation Medica Afghanistan
Medica Afghanistan arbeitet in den drei Projektregionen Kabul, Mazar-i-Sharif und Herat. Hauptsitz ist in Kabul. Aktuell besteht das Team aus 78 Mitarbeiterinnen, darunter Psychologinnen, Sozialarbeiterinnen, Rechtsanwältinnen, Mediatorinnen und Menschenrechtlerinnen. Medica Afghanistan ist aus dem Länderprojekt von medica mondiale hervorgegangen. Die internationale NGO engagiert sich seit 2002 für Frauen und Mädchen in Afghanistan. Seit 2010 ist Medica Afghanistan als eigenständige Nichtregierungsorganisation registriert.

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Ehrenamtliche unterstützen überall in Deutschland geflüchtete Menschen dabei, in diesem Land anzukommen. Für das große Engagement und den Einsatz möchten wir uns am Tag des Ehrenamts 2016 bedanken. Auch im nächsten Jahr werden wir die Kraft und den beherzten Einsatz der Ehrenamtlichen brauchen.
Ehrenamtliche können Geflüchteten Stabilität und ein Gefühl der Sicherheit geben. Beides benötigen viele Geflüchtete, um traumatische Ereignisse, die ihnen in ihren Herkunftsländern oder während der Flucht widerfahren sind, zu verarbeiten.
Ein traumasensibler Umgang mit geflüchteten Menschen fängt schon bei kleinen Verhaltensweisen an, die leicht umgesetzt werden können. Diese 11 Tipps sollen Ehrenamtliche dabei unterstützen, den Kontakt mit Geflüchteten einfacher zu gestalten. Der wichtigste Tipp ist die Achtsamkeit mit sich selbst. HelferInnen sollen sich nicht überfordern und regelmäßig Pausen vom Helfen machen. Ihre Hilfe wird langfristig gebraucht.
Viele Geflüchtete, besonders Frauen, erleben während der Flucht traumatisierende Erfahrungen und sexualisierte Gewalt. Oft sind die Menschen wegen Menschenrechtsverletzungen und mangelden Frauenrechten aus ihren Herkunftsländern geflüchtet. Unterwegs erleben sie Gewalt durch Schlepper und lokale Ordungskräfte. Oft setzt sich die Gewalt in überfüllten Erstaufnahmeeinrichtungen fort. Übergriffe, Vergewaltigungen und Zwangsprostitution sind keine Seltenheit. Das Erlebte kann für Geflüchtete schwere soziale, psychische und körperliche Folgen haben.
Doch viele Überlebende sind stark und können die traumatischen Erfahrungen aus eigener Kraft überwinden. Mit den 11 Tipps können Ehrenamtliche eine sichere Atmosphäre schaffen, in der Flüchtlinge ihre eigenen Stärken aktivieren können.

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"Aus unserer langjährigen Traumaarbeit wissen wir, dass Sicherheit, Stabilität und das Schaffen von Perspektiven elementar sind in der Bewältigung von schweren Traumata. Ganz generell ist fachliche Hilfe vor Ort – soweit möglich – vorzuziehen. Wenn in den Flüchtlingslagern in der Türkei, dem Libanon, im Nordirak Fachkräfte und Freiwillige in einem trauma-sensiblen Umgang mit den Überlebenden qualifiziert werden würden, könnte das erhebliche Verbesserungen für deutlich mehr als 1000 Jesidinnen bedeuten."
Monika Hauser, 18. März 2015

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