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Wir unterstützen Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten.

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Die Zahl der zwischenstaatlichen Kriege hat sich zwar in den letzten Jahren verringert, aber die Gesamtzahl der Kriege steigt wieder. Insbesondere die Art der Kriege und die Zusammensetzung der Akteure haben sich in den letzten zwei Jahrzehnten verändert. Krisen und Gewaltkonflikte werden zunehmend komplexer. Die Konfliktgründe liegen laut Heidelberger Konfliktbarometer vornehmlich in dem Streit um das politische System, aber vielfach auch begründet im (ungleichen) Zugang zu Ressourcen – in Zeiten der Globalisierung Gründe, die stark internationaler, geostrategischer Einflussnahme und Interessen ausgesetzt sind. Bedingungen fragiler Staatlichkeit fördern das Entstehen neuer oder verstärken die gewaltsame Eskalation bereits bestehender Konflikte.

Information zur Mitwirkung von medica mondiale an diesem Dokument:
medica mondiale ist Mitglied im  Forum Menschenrechte (FRM) und nimmt an dessen Sitzungen der AG Frieden und Menschenrechte teil. Die Referentin für Politik und Menschenrechte von medica mondiale, Jeannette Böhme, hat sich konkret für die Berücksichtigung von Überlebenden sexualisierter Kriegsgewalt im Hintergrundpapier eingesetzt: „Die Prävention sexualisierter und geschlechtsspezifischer Gewalt sowie die ganzheitliche Unterstützung von Überlebenden wirken ebenfalls in hohem Maße friedensbildend und verhindern Traumatisierung, die oft über mehrere Generationen andauert.“ 

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Es gibt derzeit in Deutschland unterschiedliche psychosoziale Angebote für geflüchtete Menschen, die in einer anhaltend psychisch belastenden Situation im Ankunftsland Deutschland Unterstützung suchen. Eines dieser Angebote besteht in Gruppen von, mit und für geflüchtete Menschen, oft auch Selbsthilfegruppen oder Peer Groups genannt. Das Besondere an solchen Gruppen ist, dass sich alle gleichberechtigt mit gleichen oder doch sehr ähnlichen Themen und Problemen begegnen und als „Expertinnen durch eigene Erfahrungen“ (experts by experience) verstehen.

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Der Film soll eine Orientierung für geflüchtete Frauen sein, die neu in Deutschland angekommen sind. Die Szenen geben niedrigschwellig grundlegende Tipps für geflüchtete Frauen.
Darstellerinnen und Produzentinnen des Filmes sind Frauen mit Fluchterfahrung, die schon seit einigen Jahren in Deutschland sind. Sie setzten sich mit ihren eigenen Erfahrungen, die sie seit ihrer Ankunft in Deutschland gemacht haben auseinander. Auftauchenden Schwierigkeiten und Hindernisse auf dem Weg zur Integration werden reflektiert. Darüber hinaus werden „Handlungsvorschläge“ gegeben und Empowerment vorgelebt.
Die zentralen Aspekte sind:

  • 1. Umgib dich mit Menschen die dir gut tun und dich empowern


  • 2. Respektiere und liebe Dich selbst


  • 3. Bilde Dich weiter


  • 4. Entwickel eine Vision für Dein Leben und kenne deine Ziele


  • 5. Kenne deine Rechte


Die Gruppe möchte anderen geflüchteten Frauen in ähnlichen Lagen durch die Erkenntnisse, die sie selbst in ihrer Zeit in Deutschland gesammelt haben, den Weg zu einer erfolgreichen Integration erleichtern. Und mit Hinweisen, Reflexionen und konkreten Informationen praktische Hilfestellungen bieten.
Der Film eignet sich daher zum Einsatz in der Arbeit mit geflüchteten Frauen, z.B. in Selbsthilfe-Gruppen.
Bei diesem Projekt handelt es sich um eine partizipatorischen Filmarbeit (Participatory Video). Die Frauen erarbeiten gemeinsam das Drehkonzept, nehmen selbst die Kamera in die Hand und lernen wie ein Film geschnitten wird. Die Frauen sind nicht nur Protagonistinnen des Films, sondern auch zu den Macherinnen.
Der Film entstand mit der Förderung des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen. Workshop Leitung Lisa Glahn von „myView“.

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Die Geschäftsführerin von medica mondiale, Sybille Fezer, erläutert im Interview mit Radio Lora wie sexualisierte Gewalt entsteht und dass diese Form der Gewalt gegen Frauen auch in Europa und Deutschland häufig ist:
"Alle Studien sagen, dass Gewalt gegen Frauen keine Frage der sozialen Schicht ist. Bei sexualisierter Gewalt geht es um Macht, um Kontrolle um Machtausübung. In vielen Kulturen ist die Frau der Besitz des Mannes oder der Begriff der Ehre ist mit der Frau verknüpft."


Das Interview mit Sybille Fezer wurde am 17. März 2017 bei Radio Lora ausgestrahlt, Redaktion Andrasch Neunert.

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Die Bundestagswahl 2017 fällt in eine Zeit, die geprägt ist durch bewaffnete Konflikte, gewaltsamen Extremismus sowie zunehmende staatliche Fragilität am Rande Europas und weltweit. Schwere Menschenrechtsverletzungen gegenüber der Zivilbevölkerung sind die Folge.
Für Frauen und Mädchen bedeuten Kriege immer auch massive sexualisierte und geschlechtsspezifische Gewalt. Nicht zuletzt angesichts dieser Entwicklungen befinden sich gegenwärtig rund 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Die zukünftige Bundesregierung steht vor der Aufgabe, gemeinsam mit europäischen und internationalen PartnerInnen tragfähige Lösungen für diese Herausforderungen zu entwickeln. Diese dürfen nicht allein einer pragmatischen Logik folgen, sondern müssen menschenrechtlichen Anforderungen genügen.
Der Schutz von Frauen und Mädchen in bewaffneten Konflikten sowie ihre volle Mitwirkung an Friedensprozessen tragen dabei erheblich zur Wahrung und Förderung des Friedens und der internationalen Sicherheit bei. Zu diesem Schluss kam auch der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (VN) und verabschiedete am 31. Oktober 2000 die Resolution 1325 „Frauen, Frieden und Sicherheit“.
Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen sind verpflichtet, die Resolution umzusetzen. Sowohl die zukünftige Bundesregierung als auch die Abgeordneten des neu gewählten Deutschen Bundestags sind aufgefordert, den Prinzipien der Resolution 1325 im Rahmen deutscher Außen-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik Rechnung zu tragen und in ihrem Sinne zu handeln.

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Im November 2016 übernimmt Sybille Fezer den Posten als Geschäftsführerin für Programmarbeit und inhaltliche Entwicklung bei medica mondiale. An ihrer Arbeit schätzt sie besonders, dass für jedes Projektland neue Strategien entwickelt werden müssen. Dabei stehen diese Fragen im Mittelpunkt: Wie erreichen wir die Frauen, die sexualisierte Gewalt erlebt haben? Welche Zugangsstrategien müssen wir entwickeln? Wie gestalten wir die Zusammenarbeit mit unseren Partnerinnen vor Ort?

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