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Scharia

Das religiöse Gesetz des Islam

Der Begriff Scharia stammt vom Arabischen شريعة / šarīʿa (etwa „Weg zur Tränke; Weg zur Wasserquelle; deutlicher, gebahnter Weg“) und wurde abgeleitet vom Verb شرع / šaraʿa / „den Weg weisen, vorschreiben (auch Gesetz)“.
Der Begriff bezeichnet das religiöse Gesetz des Islam, das auf dem Koran basiert.
Die Scharia bezieht sich auf das gesamte religiöse, soziale, politische, häusliche und individuelle Leben von Muslimen und Andersgläubigen, die in einem islamischen Staat leben.
In vielen islamischen Ländern ist die Scharia fest in der staatlichen...

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Selbsthilfegruppe

Selbstreflexion

Bewusste Auseinandersetzung mit Herausforderungen der Arbeit zu sexualisierter Gewalt und Trauma

Die Arbeit mit im Krieg traumatisierten Frauen kann Erinnerungen an eigene Gewalterfahrungen und Traumatisierungen wecken und zu so genannten Übertragungs- und Gegenübertragungsprozessen führen. Gerade der empathische Zugang zu und die Identifikation mit den betroffenen Frauen kann die Entwicklung von Burn-out-Symptomen und Stellvertretender Traumatisierung begünstigen. medica mondiale ermöglicht den Mitarbeiterinnen, sich allein, als Team oder Institution bewusst mit den besonderen Herausforderungen in der Arbeit zu sexualisierter Gewalt und T...

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Sexualisierte Gewalt

Sexuelle Handlung gegen den Willen einer Person, Straftat gegen die sexuelle Selbstbestimmung

Sexualisierte Gewalt gibt es in vielen Formen. Ihnen allen gemein ist, dass eine sexuelle Handlung gegen den Willen und das sexuelle Selbstbestimmungsrecht einer Person ausgeführt wird. Dies fängt verbal in Form von sexueller Beleidigung an. Auch sexuelle Belästigung wie Küssen und Anfassen gegen den Willen der betroffenen Person gehören zu sexualisierter Gewalt. Weitere Formen sexualisierter Gewalt sind unter anderem Vergewaltigung, Stalking, sexuelle Sklaverei, erzwungene Prostitution, Erzwingen sexueller oder pornographischer Handlungen,...

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Sexualisierte Kriegsgewalt

Frauen als Kriegsbeute, sexueller Ausdruck von Aggression, schwere Menschenrechtsverletzung

Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist Ausdruck diskriminierender Geschlechterverhältnisse. Die Rechte, Interessen und Bedürfnisse von Frauen und Mädchen werden denen von Männern und Jungen in patriarchalen Gesellschaften untergeordnet. Die Missachtung des Rechts auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper ist für Frauen und Mädchen weltweit Realität. Sexualisierte und geschlechtsspezifische Gewalt verstetigt sich in Friedenszeiten, verschärft sich in bewaffneten Konflikten und setzt sich in Nachkriegsgesellschaften fort. Der Einsatz von...

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Solidargruppen in Liberia

Frauengruppen, die sich in ihren Gemeinden für Frauenrechte einsetzen; Anlaufstelle bei Gewalt

Solidargruppen bestehen aus engagierten Frauen in den Dorfgemeinschaften, die sich der Belange von Frauen annehmen, Anlaufstelle sind bei Gewalt und das Verbindungsglied zu Medica Liberia darstellen. Es kommt vor, dass die Solidargruppen Frauen in Krankenhäuser vermitteln oder zur Polizei beziehungsweise zum Gericht begleiten. Da diese Kranken- und Polizeistationen teils weit von den Gemeinden entfernt sind, muss der Transport dorthin bezahlt werden. Da die Solidargruppen ehrenamtlich arbeiten, haben sie keine finanziellen Mittel, um diese...

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Spargruppen in Liberia

Gruppe von Frauen mit Gemeinschafts-Kasse u.a. für Einkommen schaffende Investitionen

Spargruppen in Liberia Gruppe von Frauen mit Gemeinschafts-Kasse u.a. für Einkommen schaffende Investitionen In Liberia gibt es ein weit verbreitetes Konzept für sogenannte Dorf-Spargruppen („Village saving loans associations“, VSLA) als Einkommen schaffende Maßnahme. In jeder ausgewählten Gemeinde im Südosten Liberias gründete Medica Liberia eine solche Spargruppe, bestehend aus jeweils rund 20 Frauen. Die fünf bis sechs Frauen aus den Solidargruppen der jeweiligen Dorfgemeinschaft bilden den Vorstand der Spargruppe.

Einkommen schaffendes...

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STA – stress- und traumasensibler Ansatz®

Stress vermeiden, Vorbeugung der Reaktivierung von Trauma-Symptomen, Resilienzförderung

STA – stress- und traumasensibler Ansatz® zur Resilienzförderung

Ein stress- und traumasensibler Ansatz® berücksichtigt bestimmte Grundprinzipien im Umgang mit Menschen, die Gewalt erfahren haben. Es geht dabei darum, zusätzlichen Stress für die Betroffenen zu vermeiden, einer Reaktivierung von Trauma-Symptomen vorzubeugen und letztlich die Frauen und Mädchen zu stärken und zu stabilisieren. 

Sicherheit, Stabilisierung, Selbstbestimmung

Der stress- und traumasensibler Ansatz® zieht sich durch alle Arbeitsfelder und...

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Stärkende Gruppe

Förderung von Empowerment und Bewältigungsstrategien durch die Begegnung mit Gleichgesinnten

Im Folgenden wollen wir das Wort „Selbsthilfe“-Gruppe erweitern, indem wir den damit verbundenen teils problematischen Begriff von Selbst-Hilfe vermeiden und diese Gruppen als stärkende Gruppe oder auch Peer-Gruppe bezeichnen .

Aus der Gruppenpsychologie wissen wir: Gruppen können Wirkungen entfalten, die Einzelgespräche oft nicht haben: Sie vermitteln Hoffnung durch und in der Begegnung mit Gleichgesinnten und überwinden dadurch Isolation: Viele in der Gruppe haben ähnliche Probleme und manche haben es geschafft, Lösungen zu entwickeln –...

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Stigmatisierung der Überlebenden

Bei einer Vergewaltigung geht oft die Schande der Tat vom Täter auf das Opfer über

Wie bei keinem anderen Verbrechen geht bei einer Vergewaltigung die Schande der Tat vom Täter auf das Opfer über. Für Frauen und Mädchen bedeutet dies oft ein unlösbares Dilemma: Das Schweigen über die Tat bewahrt sie vor der Stigmatisierung in ihrer Gesellschaft, trägt aber zugleich dazu bei, dass ihnen die Genugtuung verwehrt bleibt, ein kleines Stück Gerechtigkeit erfahren zu können und den Täter statt ihrer ausgegrenzt und bestraft zu sehen. Es gibt viele Gründe, über die Tat zu schweigen: Tabuisierung, fehlende Unterstützung, Ausgrenzung...

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Strafverfolgung sexualisierter Gewalt (Deutschland)

Anzeige und Verfolgung von Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung und ihre Verteilungsquote

Im dreizehnten Abschnitt des deutschen Strafgesetzbuches sind Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung festgehalten. Demnach sind insbesondere Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und sexuelle Übergriffe strafrechtlich verfolgbar. Seit der Reform 2016 ist diese strafrechtliche Verfolgung auch ohne geleisteten Widerstand möglich („Nein-heißt-Nein“). Vergewaltigung und sexuelle Nötigung sind nach § 177 mit Freiheitsstrafen zu ahnden: „Wer eine andere Person mit Gewalt […] nötigt, sexuelle Handlungen des Täters oder eines Dritten an sich zu...

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Stress- und Traumasensibilität (Grundprinzipien)

Sicherheit, Stärkung, Solidarität, Achtsame Organisationskultur & Sebstfürsorge

Die im Folgenden dargestellten Grundprinzipien der Stress- und Traumasensibilität geben eine handlungsleitende Orientierung. Sie wirken den zerstörerischen und im Alltag belastenden psychischen und sozialen Dynamiken entgegen, die durch existentiell bedrohliche traumatische Erfahrungen ausgelöst wurden:

1. Sicherheit

  • Reduzierung von Angst und Stress angesichts von Bedrohung, Vermittlung von Sicherheit, angesichts von Überlebensstress und grundlegender Verunsicherung,
  • Herstellen von Vertrauen angesichts der Erschütterung des Vertrauens in sich...
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Stress- und Traumadynamiken bei Mitarbeitenden

Reaktion auf das Arbeiten in Gewaltkontexten: zum Beispiel Täter-Opfer-Zuschreibungen in Arbeitsteams

MitarbeiterInnen von Organisationen, die in Gewaltkontexten arbeiten, beispielsweise zu den Themen Flucht, häusliche Gewalt oder Kriegsgewalt, sind häufig langanhaltenden und hohen Stressniveaus ausgesetzt – sei es durch ihren direkten Kontakt mit Gewaltbetroffenen oder das Lesen oder Hören von Gewalttaten. In Postkonfliktgebieten haben oftmals MitarbeiterInnen selbst Gewalt erfahren. Möglicherweise sind sie auch Bedrohungen oder Beleidigungen ausgesetzt, weil sie sich öffentlich und auf politischer Ebene gegen Gewalt positionieren.

Stress-...

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