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Frauen und Mädchen
in Kriegs- und Krisengebieten

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Zeit zu sprechen

Nina Hoger im Aktions-T-Shirt „Kriegsbeute“

Nina Hoger, Schauspielerin:
„Im 21. Jahrhundert werden immer noch weltweit in Kriegs- und Krisengebieten Frauen vergewaltigt und erniedrigt. Sie brauchen unsere Unterstützung, um medizinische und psychologische Betreuung und juristischen Beistand zu bekommen. medica mondiale hilft diesen Frauen, ihr Trauma zu überwinden und das Tabu des Schweigens zu brechen.“

Porträt Anka Zink

Anka Zink, Kabarettistin:
Es ist das Wesen des Krieges, dass Menschen einander schreckliche Dinge antun. Die Vergewaltigung von Frauen ist seit der Antike bekannt und bis heute üblich.
Vergewaltigung ist ein überflüssiges und durch nichts zu rechtfertigendes Kriegsverbrechen. Es ist nicht vorbei, sondern passiert jeden Tag irgendwo auf der Welt. Die Frauen brauchen Unterstützung, die Täter sollen bestraft werden. Kriegsherren sollen sich fürchten, dieses Mittel einzusetzen oder zu tolerieren. Deshalb muss das Thema an die Öffentlichkeit.

Zeit zu sprechen

Warum diese Kampagne?

60 Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges erhalten wir vermehrt Zuschriften von Frauen, die sexualisierte Kriegsgewalt in dieser Zeit überlebt haben. Aus Scham und wegen des gesellschaftlichen Drucks haben betroffene Frauen jahrzehntelang geschwiegen. So waren auf allen Seiten der Fronten sehr viele Frauen zusätzlich zu anderen traumatischen Kriegserfahrungen Vergewaltigungen und anderen Formen sexualisierter Gewalt ausgesetzt. Jetzt im Alter, brechen die Erinnerungen erneut auf, viele Jahrzehnte nach den Ereignissen, so wie das häufig bei älteren, traumatisierten Menschen geschieht. Es ist Zeit, zu sprechen.

medica mondiale will mit der Kampagne „Zeit zu sprechen“ eine Brücke schlagen: Von der Situation der Frauen und Mädchen im Zweiten Weltkrieg zur Situation von Frauen und Mädchen in heutigen Kriegen. Immer noch ist das Tabu, über die Menschenrechtsverbrechen von Soldaten und Milizen an Frauen und Mädchen im Krieg zu sprechen, gesellschaftlich sehr hoch. Dieses Schweigen macht jedoch eine Aufarbeitung des daraus resultierenden Traumas für die betroffenen Frauen oft unmöglich, erläuterte Monika Hauser, Gründerin und Geschäftsführerin von medica mondiale.

medica mondiale ist eine der wenigen Organisationen weltweit, die sich mit langfristigem Engagement der im Krieg vergewaltigten Frauen und Mädchen annehmen. Hauser: „Ein öffentliches aufmerksam machen auf ihre Situation gehört untrennbar zur Unterstützung der Frauen dazu. Unser Ziel ist es deshalb, viele Menschen zu informieren und ebenfalls zur Unterstützung von Frauen und Mädchen im Krieg aufzufordern.“

Porträt Mariele Millowitsch

Mariele Millowitsch, Schauspielerin:
„Ich unterstütze die Kampagne ‚Zeit zu sprechen’ aus Solidarität mit allen betroffenen Frauen und Mädchen: Es ist ein Skandal, dass selbst im 21. Jahrhundert – trotz Frauenbewegung, Emanzipation und Gleichberechtigung – immer noch Frauen vergewaltigt werden, weil es nicht wirklich als Verbrechen angesehen und geahndet wird.“

Porträt Bettina Böttinger

© WDR/Bettina Fürst-Fastré

Bettina Böttinger, Journalistin/ TV-Moderatorin:
„Seit mehr als zehn Jahren kümmert sich medica mondiale um Frauen, die im Krieg Opfer von Vergewaltigungen geworden sind, deren Körper und Seele verletzt wurden. medica mondiale nimmt sich dieser Frauen an – und nimmt sie ernst. Mit Respekt verfolge und unterstütze ich diese engagierte Arbeit. Tun Sie es auch!“

-> Fotos der prominenten Unterstützerinnen
-> Statements von UnterstützerInnen


2006 fand im Rahmen der Kampagne „Zeit zu sprechen“ die „Aktion Kriegsbeute“ statt, die von zahlreichen Prominenten unterstützt wurde

Die „Aktion Kriegsbeute“ war bewusst provokant gestaltet: Ehrenamtlich Aktive und Mitarbeiterinnen von medica mondiale trugen bei den Aktionen in der Fußgängerzone T-Shirts mit der Aufschrift „Kriegsbeute“, um damit den Blick des Täters auf das Opfer deutlich zu machen: Frauen gelten nicht als eigenständige Individuen, sondern als Kriegsbeute.

 

Start für die von der Berliner Agentur ->> Kakoii entwickelten „Aktion Kriegsbeute“ war am 1. September 2006, dem weltweiten Antikriegstag, in Marburg. Dann folgten München, Neuwied, Kiel, Bonn ... Die Abschlussaktion fand am 30. September 2006 in Köln statt.

Mit Aktionen zum Thema „Kriegsbeute“ wollen wir wollen wir im Rahmen unserer Kampagne „Zeit zu sprechen“ auch weiterhin aufrütteln und zum Hinsehen und Mitmachen provozieren. Wir wollen das Schweigen brechen. Wir wollen das Problem „Vergewaltigung als Kriegsmittel“ in der breiten Öffentlichkeit bewusst machen. Sexualisierte Kriegsgewalt ist ein Kontinuum, an dessen Brisanz und Aktualität sich trotz der positiven Entwicklung in der Wahrnehmung von Frauenrechten nichts verändert hat. Deshalb zeigen unsere Aktionsmaterialien für die Kampagne „Zeit zu sprechen“ Frauen und Mädchen so, wie viele Männer/Soldaten sie bis heute sehen: als

KRIEGSBEUTE!

Zeichenhaft tragen Mädchen und Frauen unterschiedlichen Alters, Herkunft und Nationalität so genannte blaue „Kriegsbeute-T-Shirts“. Sie erscheinen auf Plakaten, Großflächen, Postkarten, einem -> Flyer und hier im Internet.

 

Möchten Sie diese Aktion unterstützen?

Wir brauchen Menschen, die unser Anliegen und unsere Vision mittragen. Die Vision einer Welt, in der Mädchen und Frauen nicht länger als Kriegsbeute gesehen und vergewaltigt werden! Wir brauchen SIE, damit wir handeln können für Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten!

-> Download und Bestellformular für Materialien zur Kampagne „Zeit zu sprechen“.

Sie haben noch andere Ideen, wie Sie unsere Aktion unterstützen möchten? Wunderbar. Dann lassen Sie uns drüber reden. Anruf oder E-Mail genügt.

Logo der Kampagne „Zeit zu sprechen“

Kontakt:
medica mondiale e.V.
Martina Grantz
(Fundraising)
Hülchrather Straße 4
50670 Köln/Cologne (Germany)
Tel.  0049-(0)221-93 18 98-0/-24
Fax  0049-(0)221-93 18 98-1
E-Mail mgrantz@medicamondiale.org

In jedem Krieg werden Frauen vergewaltigt. Es ist Zeit zu sprechen.

 

Broschüre mit Texten zu sexualisierter Kriegsgewalt

Anlässlich ihrer Kampagne „Zeit zu sprechen“ gibt medica mondiale eine 40seitige Broschüre mit Texten zu sexualisierter Kriegsgewalt vom zweiten Weltkrieg bis heute heraus.

-> Inhaltsübersicht und Download unserer Broschüre „Zeit zu sprechen“

Für die Anforderung gedruckter Exemplare benutzen Sie bitte unser -> Formular oder schreiben sie uns eine E-Mail an E-Mail kontakt@zeit-zu-sprechen.de. Bitte vergessen Sie nicht Ihre vollständige Anschrift!

 

Fachtagung zu sexualisierter Kriegsgewalt

Eine -> Fachtagung der Friedrich-Ebert-Stiftung gemeinsam mit medica mondiale beschäftigte sich am 2. Juni 2005 mit diesem Thema.

 

Weitere Informationen zur Kampagne

-> Pressemeldung vom 3.5.2005
-> Pressemeldung vom 30.8.2005
-> Impressionen von den Aktionstagen

 

Weitergehende Anfragen und Interviewvermittlung:
medica mondiale e.V.
E-Mail Britta Amorin
(Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)
Hülchrather Straße 4
50670 Köln/Cologne (Germany)
Tel.: +49/221-93 18 98-0/-25
Fax: +49/221-93 18 98-1

Spendenkonto: Sparkasse KölnBonn · Konto 45 000 163 · BLZ 370 501 98
IBAN / BIC: DE92 3705 0198 0045 0001 63 / COLSDE33

 

Helfen Sie uns mit Ihrer -> Spende bei der Unterstützung von Frauen in Kriegs- und Krisengebieten in aller Welt!

© medica mondiale e.V. ·  13.09.2007