
Demokratische Republik Kongo
Noch immer werden in der Demokratischen Republik (DR) Kongo täglich Frauen auf das Brutalste vergewaltigt. Seit Beginn der Kongokriege Mitte der 90er Jahre wurden mehr als 200.000 Vergewaltigungen registriert. Für das Jahr 2009 zählten die Vereinten Nationen monatlich etwa 400 gemeldete Fälle, wobei es sich nur um einen Bruchteil der tatsächlichen Vergewaltigungen handelt. Die meisten Frauen werden auf den Feldern überfallen oder aus ihren Häusern entführt. Die Täter sind bewaffnet, gehören der kongolesischen Armee, Milizen oder Rebellengruppierungen an. Gemeinsam ist ihnen die brutale Vorgehensweise. Viele der Opfer werden verschleppt, manchmal wochenlang vergewaltigt und schwer verletzt zurückgelassen.
Die kongolesischen Projektpartnerinnen von medica mondiale stehen daher vor großen Herausforderungen: Täglich kommen vergewaltigte Frauen zu den Partnerorganisationen in den Kivu-Provinzen im Osten des Landes. Der Bedarf der Frauen ist immens: „Es fehlt ihnen an allem – an medizinischer Versorgung, an psychosozialer Betreuung, an Hilfe in ihren Familien und ihren Gemeinden, an wirtschaftlicher Unterstützung“, so eine der Projektleiterinnen.



