Projekteförderung

Seit 2004 unterstützt medica mondiale Hilfsprojekte weltweit, die einheimische Frauenorganisationen ins Leben gerufen haben. Dazu hat medica mondiale den Projektefonds „Unterstützung für traumatisierte Frauen und Mädchen und Überlebende von sexualisierter Gewalt in bewaffneten Konflikten und Krisengebieten" eingerichtet. Mit vergleichsweise kleinen Summen – bis zu 10.000 Euro – fördert medica mondiale gemeinsam mit den Partnerorganisationen Projekte zu Gunsten von kriegstraumatisierten Frauen und Mädchen.

Dies können Projekte zur medizinischen und psychosozialen Versorgung, zur Ausbildung und Schaffung von Erwerbsmöglichkeiten, zur Durchsetzung der Rechte von Frauen und zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit zum Thema Sexualisierte Gewalt sein. Neben der finanziellen Unterstützung steht für medica mondiale damit gezielt der Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Frauenprojekten aus verschiedenen Regionen weltweit im Mittelpunkt. Aus den Projektförderungen können längerfristige und umfangreichere Projektkooperation mit medica mondiale mit wesentlich höheren Fördersummen entstehen. 

Förderkriterien

Die Förderhöhe beträgt maximal 10.000 Euro pro Jahr. Nach der Erstförderung können Partnerorganisationen noch zwei Folge­förderungen erhalten.

medica mondiale fördert

  • Organisationen, die von Frauen geführt werden.
  • Organisationen, deren oberstes Ziel es ist, Frauenrechte zu schützen und zu fördern.
  • Organisation, die zu den Themen von medica mondiale arbeiten: sexualisierte und geschlechtsspezifische Gewalt bekämpfen und Unterstützung von Frauen und Mädchen, die von Gewalt betroffen oder bedroht sind.
  • Organisation, die offen sind für alle Frauen, unabhängig von Herkunft, Alter, sexueller Orientierung, religiöser oder politischer Überzeugung.
  • Organisationen, die als gemeinnützige Vereine eingetragen sind.
  • Organisationen, die sich für strukturellen sozialen und politischen Wandel einsetzen, um Gewalt gegen Frauen ein Ende zu setzen.
  • Organisationen, die aktiv die Perspektive der Frauen mit einbeziehen, die sie unterstützen.
  • Organisationen, die im Netzwerk mit anderen AkteurInnen der Menschen- und Frauenrechtsbewegung arbeiten. Organisationen, die ihren Sitz in Kriegs- und Krisenregionen haben.

Nicht gefördert werden

  • Einzelpersonen und Stipendien
  • Organisationen, die staatlich oder von Parteien geführt werden.

 

Regionaler Förderschwerpunkt

medica mondiale fördert die Arbeit lokaler Frauenrechtsorganisationen in Kriegs- und Krisengebieten weltweit. Regionaler Förder­schwerpunkt der Projekteförderung ist derzeit die Region der Afrikanischen Großen Seen.

 

Thematische Förderschwerpunkte

Die Projekteförderung von medica mondiale hat drei thematische Förderschwerpunkte. Beantragte Projekte sollen sich im Rahmen dieser Schwerpunkte bewegen:

  • Direkte Unterstützung weiblicher Überlebender und von geschlechtsspezifischer Gewalt bedrohter Frauen und Mädchen Maßnahmen, die für Frauen und Mädchen direkten Zugang schaffen zu medizinischer, psychosozialer, rechtlichter und sozioökonomischer Unterstützung und die durch gesellschaftliche Aufklärung den Status und die Rechte der Überlebenden stärken. Dazu zählen auch die Dokumentation von Gewalt gegen Frauen sowie die Aufklärungsarbeit über die Gründe von Gewalt und ihre Folgen.
  • Aktivitäten im Bereich Förderung von weiblichen Führungskräften, politischer Frauenrechtsarbeit, Vernetzung und Menschenrechtsarbeit
    Aktivitäten im Bereich Förderung von weiblichen Führungskräften, Vernetzung und Menschenrechtsarbeit, die im Zusammenhang zu den Themen von medica mondiale stehen: Bekämpfung und Prävention von sexualisierter und geschlechts­spezifischer Gewalt gegen Frauen und Mädchen, die UN-Resolutionen 1325 und 1820, politische Partizipation, Friedensarbeit, Gerechtigkeit, Unterstützung der Vernetzung von Frauenaktivistinnen in Kriegs- und Konflikt­gebie­ten.
  • Qualifizierung und Kapazitätsentwicklung
    Maßnahmen, welche die fachlichen Kapazitäten der Partnerorganisationen von medica mondiale fördern z.B. Fortbildungen im Bereich Projekt- und Finanzmanagement, Strategieentwicklung oder Selbstfürsorge.


Fördergeldvergabe und Antragsverfahren

Die Anträge können in Deutsch, Englisch oder Französisch, bevorzugt per E-Mail eingereicht werden. Das Antragsformular, der Vordruck für die Budgetplanung und die Förderrichtlinien stehen Ihnen in Englischer und Französischer Sprache zum Herunterladen zur Verfügung. Ausschließlich Projektanträge in diesem Format können berücksichtigt werden. Bitte senden Sie Ihren Antrag an proposals(at)medicamondiale.org. Die Projektförderung wird einmal jährlich beschlossen.

 

Einsendeschluss für Anträge für 2014 ist der 31.10.2013.
Bitte beachten Sie, dass bewilligte Projekte frühestens ab 1.2.2014 gefördert werden können.

Nach Eingang Ihres Projektförderantrages werden wir uns innerhalb von drei Wochen mit Ihnen in Verbindung setzen, um weitere Informationen anzufordern. Bis eine endgültige Entscheidung getroffen werden kann, dauert es in der Regel drei Monate. Bitte beachten Sie, dass medica mondiale nicht allen Antragsstellenden eine Förderung zukommen lassen kann. Normalerweise kann medica mondiale zehn Prozent aller Anträge bewilligen.

 

Haben Sie weitere Fragen?

Falls Sie irgendwelche Fragen bezüglich des Antragsverfahrens haben sollten, setzen Sie sich bitte unter fund(at)medicamondiale.org mit uns in Verbindung. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

 

 

Spendenbetrag:

Mit 50 Euro finanzieren wir einer Frau in Afghanistan eine dreimonatige psychosoziale Betreuung.

Kontakt

Annika Kunze
medica mondiale e.V.
Hülchrather Straße 4
50670 Köln
Fon: +49-(0)221-93189838
Fax: +49-(0)221-9318981
fund(at)medicamondiale.org

Projekteförderung

Projekteförderung

Um die Arbeit lokaler Frauenrechtsorganisationen in Kriegs- und Krisengebieten zu unterstützen, hat medica mondiale 2004 den Projektefonds eingerichtet. Drei Beispiele zeigen die Bandbreite der Projekteförderung auf.