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Afghanistan

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Für die Zukunft afghanischer Frauen

Nach fast 25 Jahren Krieg und dem Fall der Taliban 2001 setzte in Afghanistan ein Wiederaufbauprozess ein, der Hoffnungen auf eine bessere Zukunft weckte. Jedoch sind die Widerstände groß, Frauen in diesem extrem patriarchalen Land gleiche Rechte zu zugestehen. Nach wie vor ist Gewalt gegen Frauen und Mädchen allgegenwärtig.

Seit 2002 unterstützt medica mondiale Frauen und Mädchen in Afghanistan durch verschiedene Projekte und leistet unmittelbare Hilfe. Die Aktivitäten konzentrieren sich auf Kabul, Mazar-i-Sharif, Herat und Kandahar. Ziel ist es, dass die afghanischen Mitarbeiterinnen von medica mondiale Afghanistan ab 2009 das Projekt als selbstständige Organisation in eigener Regie weiter führen.

Karte Afghanistan mit EinsatzortenDie Projekte von medica mondiale Afghanistan

medica mondiale Afghanistan in Zahlen

  • 219 Frauen wurden in 343 Gruppen- und 477 Einzelsitzungen psychosozial beraten
  • 45 Fachfrauen, die im psychosozialen Bereich mit Frauen und Mädchen in Kabul und Herat arbeiten, wurden in trauma- und gendersensitiver Beratung weitergebildet.
  • Das psychosoziale Team produzierte zehn Sendungen über Themen wie ‚Trauma‘, ‚Trauer‘ und ‚Depression‘, die in 18 Provinzen Afghanistans ausgestrahlt wurden.
  • 34 Fachfrauen aus medizinischen Berufen wurden in trauma- und gendersensitiver Behandlung von Patientinnen weitergebildet.
  • 2600 Patientinnen wurden von sechs exilafghanischen Ärztinnen traumasensitiv behandelt; diese Ärztinnen leiteten 46 Kolleginnen und Kollegen in diesem Ansatz an.
  • In sechs Krankenhäusern wurden vor 93 ZuhörerInnen neun Vorträge über Gewalt gegen Frauen und andere Themen gehalten.
  • 327 Frauen wurden von zwölf Anwältinnen in Kabul, Herat, Kandahar und Mazar rechtlich beraten und in 79 Familien wurden Vermittlungsgespräche zur Gewaltprävention oder Reintegration der Frauen geführt.
  • 132 Frauen wurden vor Gericht vertreten.
  • 900 Menschen wurden zum Thema Selbstverbrennung befragt.
  • 200 TeilnehmerInnen, darunter viele PolitikerInnen und PressevertreterInnen, nahmen an der dreitägigen Konferenz über Selbstverbrennung teil.

 

 

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© medica mondiale e.V. ·  24.07.2007