Nach fast 20 Jahren Bürgerkrieg in Uganda ist der Bedarf an Unterstützung für Frauen und Mädchen sehr groß. Frauen sind die größten Leidtragenden der Kämpfe im Land. Zahllose Frauen und Kinder wurden infolge des bewaffneten Konfliktes zwischen Rebellengruppen und Regierung in Uganda verschleppt, vergewaltigt und sexuell versklavt. Anfang 2008 einigten sich Regierung und Rebellen auf einen Waffenstillstand, der ein endgültiges Ende der Unruhen möglich erscheinen lässt.
Reintegration versklavter und sexuell ausgebeuteter Frauen in ihre Familien
Projektförderung in Kitgum
Seit den Anfängen der kriegerischen Auseinandersetzungen in den frühen 80er Jahren wurden zahllose junge Frauen und Mädchen in Uganda verschleppt, vergewaltigt und sexuell versklavt. Über Monate, manchmal auch Jahre hindurch wurden sie von den Rebellen festgehalten, mussten ihnen sexuell zu Diensten sein und wurden gezwungen zu töten. 2007 hat medica mondiale gemeinsam mit der Partnerorganisation Caritas Kitgum begonnen, Frauen und Mädchen bei ihrer Rückkehr in ihre Dörfer zu helfen. 40 Frauen und Kinder – alle Überlebende sexueller Ausbeutung und Versklavung – wurden im Rahmen eines dreimonatigen Projektes bei der Reintegration in ihre Familien und Dorfgemeinschaften begleitet und unterstützt.
Studie zu Menschenrechtsverletzungen an Frauen
Projektförderung in der Teso-Region
Seit 2001 setzt sich die ugandische Frauenrechtsorganisation Teso Women Peace Activists (TEWPA) für Frieden in der Teso-Region im Nordosten des Landes und für die Unterstützung von Überlebenden sexualisierter Kriegsgewalt ein.
In der Provinzhauptstadt Soroti und in den ländlichen Gegenden klären die Frauenrechtsaktivistinnen über Menschen- und Frauenrechte auf, organisieren Ausbildungsprogramme für traumatisierte Frauen und machen sich gemeinsam mit ihnen für die Durchsetzung ihrer Rechte stark. 2007 unterstützte medica mondiale mit 5.000 Euro eine Studie, die die Lebenssituation von Frauen in der Teso-Region untersucht und vor allem das Ausmaß an Gewalt und Traumatisierungen dokumentiert, dem ein Großteil ugandischer Frauen in den letzen Jahren schutzlos ausgesetzt war.