Ruanda: Forum der Hoffnung

Schätzungsweise 250.000 Frauen und Mädchen wurden während des Völkermordes 1994 in Ruanda vergewaltigt, verstümmelt, viele von ihnen getötet. Etliche brachten Kinder ihrer Vergewaltiger zur Welt – sie kämpfen daher nicht nur mit den Folgen von Gewalt, Krieg und Zerstörung, sondern auch mit Gefühlen von Schuld und Ablehnung gegenüber ihren ungewollten Töchtern und Söhnen.

Dem Leid dieser Frauen setzen die ruandischen Organisationen Kanyarwanda und Sevota aktive Unterstützung entgegen. Gemeinsam haben sie das Frauenforum Abiyubaka (dt.: Menschen, sie sich gegenseitig helfen) ins Leben gerufen. Es bietet rund 30 Frauen und ihren Kindern akute Hilfe bei der Bewältigung des Alltags und der Verarbeitung ihrer traumatischen Erfahrungen. 2007 wurde ein weiteres Forum für Frauen gegründet, das medica mondiale in diesem Jahr mit rund 5.000 Euro fördert. Es trägt den Beinamen Bizeye: Hoffnung.

 

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