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23. Mai 2013

Nord-Süd Preis 2012: Rückblick auf die Preisverleihung

„Die Beseitigung der Gewalt gegen Frauen ist von zentraler Bedeutung für den Schutz der Menschenrechte": Zwei Frauenrechtlerinnen erhielten am 21. Mai 2013 den Nord-Süd Preis des Europarates: Monika Hauser, Gründerin von medica mondiale, und die pakistanische Anwältin und Menschenrechtsaktivistin Asma Jilani Jahangir. Ihre Auszeichnungen nahmen die Preisträgerinnen im Senatssaal der portugiesischen Nationalversammlung in Lissabon entgegen vom Präsidenten der Republik, Aníbal Cavaco Silva.

In ihrer Laudatio würdigte die stellvertretende Generalsekretärin des Europarates Gabriella Battaini-Dragoni „den Mut und das beispielhafte Handeln" Hausers und Jahangirs. Beide hätten ihr Leben aufs Spiel gesetzt, um die Lebensbedingungen von Frauen zu verbessern. Außerdem forderte sie die Staaten weltweit dazu auf, das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt zu unterzeichnen und zu ratifizieren. „Die Beseitigung der Gewalt gegen Frauen ist eine dringende Notwendigkeit und von zentraler Bedeutung für den Schutz der Menschenrechte", erklärte sie.

„Gewalt gegen Frauen ist eine schwere Menschenrechtsverletzung, die die physische, psychische und soziale Integrität eines Menschen extrem angreift", betonte Hauser in ihrer Rede. „Die Frauen werden erniedrigt, ihr intimstes Selbst zutiefst verletzt, ihre Würde mit Füßen getreten.„ Es seien die Frauenrechtsaktivistinnen in den Projekten vor Ort, die sich jeden Tag mit den zerstörerischen Auswirkungen männlicher Gewalt beschäftigten und ungezählten Frauen und Mädchen die Kraft zum Überleben gäben. „Diese Frauen leisten mutige Aufbauarbeit und verteidigen die Werte, die wir im Westen hochhalten", so Hauser weiter. „Damit setzen sie sich aber auch täglich großer Gefahr aus, weil sie die Dinge beim Namen nennen."