Zurück zur Übersicht
12. Januar 2015

Kriegsgewalt und Trauma - Fortbildungsprogramm 2015 von medica mondiale

Pressemitteilung: Köln, 12. Januar 2015. Auch in diesem Jahr bietet die Frauenrechtsorganisation medica mondiale verschiedene Fortbildungen an zum Umgang mit den Folgen von Gewalt. Im Mittelpunkt der Schulungen stehen die Themen geschlechtsspezifische Gewalt, Stress und Trauma. Neu im Jahr 2015: Für Mitarbeitende entwicklungspolitischer Organisationen bietet medica mondiale nun Fortbildungsformate, die speziell auf den Arbeitsalltag zugeschnitten sind. Zudem erweitern Praxistage das Angebot. Hier können sich Teilnehmende individuell beraten lassen.

Im Einführungsseminar erhalten Interessierte Einblick in die Ursachen und Folgen geschlechtsspezifischer Gewalt in (Post-) Konfliktregionen. Sie lernen die Grundlagen der Stress- und Traumaverarbeitung sowie posttraumatischer Belastungsstörungen kennen. Die Fortbildung richtet sich an Frauen und Männer, die sich in Beruf, Studium oder Ehrenamt mit Stress- und Traumafolgen sowie geschlechtsspezifischer Gewalt auseinandersetzen. Kenntnisse in der Entwicklungspolitik sind nicht notwendig.

Termin: 23. bis 24. Oktober 2015

Veranstaltungsort: mibeg-Institute, Köln

Kosten: insgesamt 220 Euro, inklusive Teilnahme an einem Praxistag

Fortbildungen für Fachkräfte

Weitere Schulungen richten sich an Führungskräfte, Projekt- und Finanzverantwortliche, Kommunikationsfachkräfte, Ehrenamtliche, Trainees oder andere Personen aus entwicklungspolitischen Arbeitsfeldern, die direkt oder indirekt mit den Folgen von Gewalt konfrontiert sind: beispielsweise im Kontakt mit Flüchtlingen, in der Menschenrechts- und Friedensarbeit.

Die Fortbildungsreihe von medica mondiale ist anwendungsorientiert und besteht aus drei aufeinander aufbauenden Terminen. Dazwischen können die Teilnehmenden das Gelernte im entwicklungspolitischen Arbeitsalltag erproben und im Folgetermin Ihre Erfahrungen besprechen.

Termine: 8. bis 10. Mai 2015, 10. bis 12. September 2015, 20. bis 22. November 2015

Veranstaltungsort: Gustav-Stresemann-Institut, Bonn

Kosten: 390 Euro

Gefördert wird die Fortbildungsreihe von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Alternativ zur Fortbildungsreihe vermittelt ein Kompaktseminar die Inhalte der Fortbildungsreihe in komprimierter Form.

Termin: 20. bis 23. Juli 2015

Veranstaltungsort: Malteser Kommende, Engelskirchen

Kosten: 835 Euro

 

Traumasymptome erkennen lernen

Sowohl in der Fortbildungsreihe als auch in dem Kompaktseminar lernen Mitarbeitende entwicklungspolitischer Organisationen Stress- und Traumafolgen zu erkennen und darauf mit erhöhter Sensibilität zu reagieren. Sie erfahren, wie ein Psychotrauma bei Betroffenen, aber auch in ihren Familien und in der Gesellschaft wirken kann. Wie sie sich selbst in der Arbeit schützen und wie Sie zur Stabilisierung von Personen mit Stress- und Traumasymptomen beitragen können, gehört ebenfalls zu den Inhalten des Trainings. Hinzu kommen Tipps zur Förderung der eigenen Widerstandskraft (Resilienz) und der von Projekten und Organisationen.

Darüber hinaus können alle Teilnehmenden der aktuellen und vergangener medica mondiale-Seminare an vier Praxistagen Herausforderungen aus dem Berufsalltag thematisieren. Dazu gehört auch eine individuelle Beratung zum Umgang mit Stress, Trauma und Gewalt in Ihrer entwicklungspolitischen Arbeit. Anwendungsübungen, zum Beispiel zu trauma-sensibler Kommunikation, tragen dazu bei, das Gelernte in die Praxis umzusetzen.

Termine: 12. Juni 2015, 13. Juni 2015, 2. Oktober 2015 und 6. November 2015

Veranstaltungsort: inscape international, Köln

Kosten: 95 Euro

 

Seit 2009 bietet medica mondiale Fortbildungen in Deutschland an. Sie vermitteln Kompetenzen für den Umgang mit Stress- und Traumafolgen und sensibilisieren für geschlechtsspezifische Aspekte von Gewalt.