Kompaktseminar und Praxistag:

Stress- und Traumasensibilität in der Entwicklungszusammenarbeit und internationalen humanitären Hilfe

 

Zielgruppe: MitarbeiterInnen von Organisationen der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit oder internationalen humanitären Hilfe. Unser Angebot richtet sich an Führungskräfte, Projekt- und Finanzverantwortliche, Kommunikationsfachkräfte, Trainees oder andere Personen, die in ihrer Arbeit im entwicklungspolitischen Kontext direkt oder indirekt mit den Folgen von Gewalt konfrontiert sind. Beispielsweise arbeiten Sie in den Bereichen Flüchtlingsarbeit, Gesundheit in (Post-)Konfliktregionen, Menschenrechte, Friedensarbeit oder Geschlechtergerechtigkeit.

Lerninhalte: Sie schulen in diesem Kompaktseminar Ihre Fähigkeiten, Stress- und Traumafolgen zu erkennen und darauf mit erhöhter Kompetenz und Sensibilität zu reagieren. Sie lernen, wie ein Psychotrauma bei Gewaltbetroffenen, aber auch sozialen Gefügen wie Familie und Gesellschaft wirken kann und welchen Einfluss Geschlechterrollen dabei haben.

Sie erfahren, wie Sie sich selbst vor Stress- und Traumafolgen schützen und wie Sie zur Sicherheit und Stabilisierung von Personen beitragen können, die Stress- und Traumasymptome zeigen. Sie lernen zudem Maßnahmen zur Förderung der Widerstandskraft (Resilienz) auch auf den Ebenen von Projekten und Organisationen kennen.

Beratungsgespräch bei Medica Afghanistan. Copyright: Elissa Bogos/medica mondiale
Mitarbeitende von Organisationen wie Medica Afghanistan, die Überlebende von Gewalt unterstützen, sind einer hohen Belastung ausgesetzt.

Schwerpunkte der Fortbildung im Überblick:

  • Stress, Trauma und Traumadynamiken in unterschiedlichen Arbeitsfeldern verstehen lernen
  • Umsetzung eines stress- und traumasensiblen Ansatzes in verschiedenen Handlungsfeldern unter Berücksichtigung kontext- und geschlechtsspezifischer Aspekte
  • Internationale Guidelines zur Integration von psychosozialer Arbeit in die Projektentwicklung und –durchführung

  • Praktische Handlungskompetenz für die Umsetzung von Stress- und Traumasensibilität und Förderung der Widerstandskraft (Resilienz), im Besonderen in den Bereichen:

    • Kommunikation
    • Beratung von Gewaltbetroffenen
    • Entwicklungspolitische Projektplanung und Beratung

  • Selbstreflexion über die Bedeutung von Stress und Trauma in der eigenen Biographie sowie für Gruppen- und Teamdynamiken
  • Selbstfürsorge und Achtsamkeit bei der Arbeit in Gewaltkontexten

Für die Zielgruppe "MitarbeiterInnen aus der Entwicklungszusammenarbeit" werden 2017 keine Fortbildungen angeboten.

Neue Termine für unsere Fortbildungen wird es frühestens im zweiten Halbjahr 2017 geben. Wir werden die Termine frühzeitig an dieser Stelle bekannt geben.