m-journal 1-2007
Neues Engagement von medica mondiale weltweit
Palästinenserin im Streit mit einem israelischen Soldaten in der West Bank · Foto: © dpa Der medica-mondiale-Projektefonds fördert weltweit zahlreiche Projekte für Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten. Auch 2007 unterstützen wir mit je 5.000 Euro Frauenorganisationen vor Ort.
Israel
Die Organisation Women Against Violence (WAV) wurde 1992 in Nazareth gegründet. Sie war die erste Anlaufstelle für arabische Frauen in Israel, die sexualisierte Gewalt erfahren hatten. Heute unterstütztWAV sowohl palästinensische als auch jüdische Frauen. Seit 2005 fördern wir das Victim Witness Assistance-Programm, das Überlebende sexualisierter Gewalt psychosozial und juristisch unterstützt. Beraterinnen begleiten die Klägerinnen während des gesamten Prozesses von der Anzeige des Täters bis zum Abschluss des Gerichtsverfahrens.WAV sensibilisiert außerdem Polizei, Staatsanwaltschaft und Richter für die besondere Belastung der Frauen. Die Erfolge sind deutlich: Im ganzen Land überweisen Krisenzentren und Polizei betroffene Frauen an WAV.
Uganda
Nach fast 20 Jahren Bürgerkrieg in Uganda ist der Bedarf an Unterstützung für traumatisierte Frauen und Mädchen enorm. Im Jahr 2007 unterstützt medica mondiale ein Projekt der Teso Women Peace Activists (TEWPA), welche die ugandische Gesellschaft über Menschenrechtsverletzungen an Frauen aufklären wollen. Lokale Radiostationen strahlen in 15 Bezirken der Hauptstadt Soroti Radiospots und Diskussionsrunden aus. Die Radiosendungen sensibilisieren die Öffentlichkeit für Themen wie sexualisierte Gewalt, informierenüber Unterstützungsangebote für traumatisierte Frauen und fordern die Stärkung von Frauenrechten sowie das Ende der Ausgrenzung von Überlebenden sexualisierter Gewalt.
Nepal
Demonstration von nepalesischen Frauen in Kathmandu.Seit 2001 kämpft die Frauenrechtsorganisation Institute of Human Rights Communication Nepal (IHRICON) dafür, das Recht nepalesischer Frauen auf Gesundheit und Bildung durchzusetzen. medica mondiale fördert in diesem Jahr ein Pilotprojekt zur psychosozialen Unterstützung traumatisierter Frauen und Kinder. IHRICON wird vier Frauen zu psychosozialen Beraterinnen ausbilden. Die Beraterinnen bieten in verschiedenen Bezirken der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu Frauen und Mädchen Beratung, Information und Aufklärung an. Gleichzeitig wird eine Feldstudie über sexualisierte Gewalt und Trauma in den Gemeinden erstellt, auf deren Grundlage IHRICON ein groß angelegtes Projekt zur nachhaltigen Unterstützung traumatisierter Frauen entwickeln wird.
Helfen Sie uns mit Ihrer
Spende bei der Unterstützung von Frauen in Kriegs- und Krisengebieten in aller Welt!
© medica mondiale e.V. · 19.04.2007



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