m-journal 2-2005
Kampagne „Zeit zu sprechen“:
„Aktion Kriegsbeute“ soll informieren und aufrütteln
Mit intensiver politischer Menschenrechts- und Öffentlichkeitsarbeit widmet medica mondiale sich in diesem Jahr, 60 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges, der Enttabuisierung des Themas „Vergewaltigung im Krieg“ (wir berichteten in m-journal 1-2005).
Nach einer Auftaktveranstaltung im Juni (s. Seite 2) steht nun der September als Aktionsmonat völlig im Zeichen der „Aktion Kriegsbeute“. Start ist am 1. September, dem weltweiten Antikriegstag, in Marburg. Dann folgen München, Neuwied, Kiel und Bonn (siehe www.zeit-zu-sprechen.de) Die Abschlussaktion wird am 30. September in Köln stattfinden.
Mit der „Aktion Kriegsbeute“ wollen wir aufrütteln und zum Hinsehen und Mitmachen provozieren. Wir wollen das Schweigen brechen. Wir wollen das Problem „Vergewaltigung als Kriegsmittel“ in der breiten Öffentlichkeit bewusst machen. Denn sexualisierte Kriegsgewalt ist ein Kontinuum, an dessen Brisanz und Aktualität sicht trotz der positiven
Entwicklung in der Wahrnehmung von Frauenrechten nichts geändert hat. Deshalb zeigt die Kampagne Frauen und Mädchen so, wie viele Männer/Soldaten sie bis heute sehen: als Kriegsbeute.
Zeichenhaft tragen Mädchen und Frauen unterschiedlichen Alters, Herkunft und Nationalität T-Shirts mit der Aufschrift „Kriegsbeute“. Sie erscheinen auf Plakaten, Großflächen, Litfaßsäulen, Postkarten, einer Broschüre zur Aktion und im Internet.
Abschlussaktion am 30. September in Köln
Rund um einen interaktiven Aktionsstand in der Kölner Innenstadt sollen mehr als 100 Frauen und Mädchen in „Kriegsbeute T-Shirts“ symbolhaft „Tatorte“ demonstrieren. Den Tag beschließt eine Lesung mit der Schauspielerin Ruth Schiffer (die dafür ursprünglich angekündigte Katrin Saß musste terminbedingt absagen) sowie ein Publikumsgespräch u.a. mit Monika Hauser. Durch den Abend in der Kölner Musikhochschule führt Bettina Böttinger.
Aktionstag in Köln
Wann: 30. September 2005, Beginn 20 Uhr
Wo: Kammermusiksaal der Kölner Musikhochschule
(Eingang: Unter Krahnenbäumen. In der Tiefgarage der Musikhochschule sind ausreichend Parkmöglichkeiten vorhanden.)
Eintritt: 5 Euro, Karten nur an der Abendkasse (begrenzte Platzzahl)
Diskussionsabend im „El DE-Haus“
Für den 20. Oktober laden wir Sie im Rahmen unserer Kampagne zu einem Diskussionsabend in das Kölner El DE-Haus ein, der ehemaligen Kölner Gestapo-Zentrale, die heute eine Gedenkstätte und ein Dokumentationszentrum zur Kölner NS-Geschichte beherbergt. In Kooperation mit dem Kölner Frauengeschichts-Verein können Sie an diesem Abend gemeinsam mit Monika Hauser nach ihrem Vortrag und einer Führung durch die aktuelle Ausstellung zum Thema diskutieren.
Unterstützen Sie unsere Kampagne!
Wir brauchen Menschen, die unser Anliegen und unsere Vision mittragen. Der Vision einer Welt, in der Mädchen und Frauen nicht länger als Kriegsbeute gesehen und vergewaltigt werden! Wir brauchen SIE, damit wir handeln können für Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten!
- Schon 200 € helfen, damit wir die Standgebühr bei der „Aktion Kriegsbeute“ bezahlen können.
- Mit 500 € können wir zusätzlich 2.000 Postkarten drucken und verteilen.
- Mit 1.000 € können wir unseren Infostand aufmerksamkeitsstark ausstatten und mitten in der Fußgängerzone platzieren.
Machen Sie mit und informieren Sie sich auf
www.medicamondiale.org oder
www.zeit-zu-sprechen.de weiter über unsere Kampagne und die Aktionen auch in der Nähe Ihres Wohnortes! Über das Internet können Sie auch Material anfordern. Oder Sie rufen uns an: 0221-931898-0.
Helfen Sie uns mit Ihrer
Spende bei der Unterstützung von Frauen in Kriegs- und Krisengebieten in aller Welt!
© medica mondiale e.V. · 20.09.2006



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