Frauen für unabhängigen Staat Kosovo
Multiethnisches Miteinander bei Friedenskonferenz demonstriert
Ein unabhängiger Staat Kosovo ist die beste Lösung für nachhaltigen Frieden und für Sicherheit, darauf einigten sich die kosovarischen und serbischen Frauen der Planungsgruppe der „Women´s Peace Coalition“, einer multiethnischen Initiative, als sie sich Anfang September in Mazedonien zur Konferenz „Frauen, Frieden und Sicherheit“ trafen.Mit dabei war auch medica Kosova-Leiterin Veprore Shehu.
Alle anwesenden Frauen brachten zum Ausdruck, einen eigenständigen Staat zu wollen, in dem sich sowohl Kosovarinnen als auch Serbinnen mit ihren Familien sicher und zu Hause fühlen. Auf der Konferenz ging es daher vor allem darum, Wege und Mittel zu finden, die Berührungsängste im Umgang miteinander abzubauen. Eine Möglichkeit dazu seien gegenseitige Besuche und Gespräche, finden die Frauen. So wollen sie gemeinsam erarbeiten, wie Serbinnen besser in die kosovarische Gesellschaft integriert werden können, damit diese mehr Sicherheit und Selbstwert im neuen kosovarischen Alltag gewinnen.
Serbinnen entschuldigten sich für Kriegsverbrechen
In der „Women´s Peace Coalition“ arbeiten serbische und kosovarische Frauen der Organisationen medica Kosova, Kosovo Women´s Network und Women in Black zusammen, um die Interessen der Frauen bei den Verhandlungen über den Status des Kosovo zu vertreten und sich für den Frieden zu engagieren. Wie das in der Praxis funktioniert, zeigten die Frauen auf der Konferenz, als sich Serbinnen bei den Kosovarinnen entschuldigten für die Gräuel, die das serbische Regime an ihnen und ihren Angehörigen im Krieg begangen hatte. Diese Entschuldigung rührte die Frauen beider Seiten zu Tränen und machte deutlich, dass ein friedliches Miteinander und seelische Heilung möglich ist, selbst nach einer traumatischen Kriegsvergangenheit mit Folter und Vergewaltigung.
Report der “Women’s Peace Coalition”
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© medica mondiale e.V. · 25.10.2006

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