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m-journal 2-2006

Projekteförderung

Uganda

Unter großem Beifall stellte die ugandische Frauenorganisation ISIS Anfang Juli der Öffentlichkeit in Kampala den Bericht über den von medica mondiale geförderten medizinischen Einsatz im Land vor. Gleichzeitig präsentierten die ISIS-Mitarbeiterinnen das mit Unterstützung von medica mondiale entwickelte Schulungs-Handbuch für Angestellte im Gesundheitssektor. Mitherausgeber ist das ugandische Gesundheitsministerium.

Ein besonderer Erfolg: Das Handbuch kommt als Standardwerk für Schulungen aller Abteilungen des ugandischen Gesundheitsministeriums im Umgang mit traumatisierten Menschen zum Einsatz.

Demokratische Republik Kongo

Demokratie-Preis für PAIF-Direktorin Immaculee Birhaheka, die Direktorin des medica mondiale-Partnerprojekts PAIF (Promotion et Appui Aux Initiatives Feminines) in der DR Kongo, ist eine der diesjährigen Preisträgerinnen des Demokratie-Preises der renommierten amerikanischen Stiftung „National Endowment for Democracy“.

Birhahekas Arbeit bei PAIF stellt sie sie aufgrund der andauernden gewaltsamen Auseinandersetzungen im Osten des Landes und der damit zunehmenden Zahl von hungernden Menschen, aber auch wegen der immer extremer werdenden Gewalt gegen Frauen vor täglich neue Probleme. So erreichte uns Ende Mai ein Hilferuf von PAIF, der uns zu schnellem und unbürokratischem Handeln veranlasste: „Frauen und Kinder sterben vor Hunger …“ hieß es. medica mondiale leistete für 1.000 Euro Soforthilfe.

Seit 2004 fördert medica mondiale ein medizinisch-soziales Projekt der Frauenorganisation PAIF in Goma, das zum Ziel hat, schwer traumatisierte und zumeist von ihren Familien ausgegrenzte Frauen zu stärken. Die Anzahl der hilfebedürftigen Frauen und Mädchen steigt täglich.

Null-Toleranz gegenüber sexualisierter Gewalt durch EU-Soldaten im Kongo!

Mit der EU-Mission und den Wahlen geriet der Kongo im Juli erneut ins Blickfeld der Weltöffentlichkeit. medica mondiale thematisierte in diesem Zusammenhang wiederum die Menschenrechtsverletzungen von Frauen und Mädchen durch Soldaten der Friedenstruppen: „Trotz der Politik der Null-Toleranz der NATO gegenüber sexualisierter Gewalt und Vergewaltigung durch Soldaten und Friedenstruppen wissen wir, dass diese Standards noch nicht Bestandteil der militärischen Ausbildung sind«, so Monika Hauser. In einem Schreiben an hochrangige Vertreter der europäischen Politik sowie nationaler und internationaler Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen forderte medica mondiale Schutz, professionelle Unterstützung
und Gerechtigkeit für die betroffenen Frauen.

 

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© medica mondiale e.V. ·  14.02.2007