Aktuelles von medica mondiale: Das neue memo (1/2012) steht zum Herunterladen bereit
Mit der neuesten Ausgabe des memo informieren wir Sie über Aktuelles von der Arbeit von medica mondiale, zum Beispiel "Gesundheit: Am Rande der Gesellschaft – Frauen mit Scheidenfisteln", "DR Kongo: Frauenradio kämpft gegen Gewalt und Unrecht" oder "Afghanistan: Zäher Einsatz für Frauenrechte". Die komplette Ausgabe 1/2012 steht Ihnen ab sofort zum Herunterladen zur Verfügung.
Schuldspruch gegen Liberias Ex-Präsidenten Taylor eindeutiges Signal
Pressemitteilung vom 30.04.2012: Die Frauenrechts- und Hilfsorganisation medica mondiale begrüßt das Urteil gegen den liberianischen Rebellenführer und Ex-Präsidenten, Charles Taylor, durch das Sondergericht für Sierra Leone in Den Haag. medica mondiale deutet das Urteil als wichtiges und deutliches Signal für die Ahndung sexualisierter Gewalt im Kriegskontext und ein Ende der internationalen Straflosigkeit von Kriegsverbrechern. Dies muss Vorbild für weitere Prozesse sein.
Videos mit Eindrücken von der Arbeit medica mondiales in Liberia
Seit 2006 engagiert sich medica mondiale im strukturschwachen Südosten Liberias. Ziel ist es, die Lebenssituation der Frauen zu verbessern und vorbeugende Maßnahmen zur Verhinderung von Gewalt gegen Frauen umzusetzen. Die medica mondiale Projektmanagerin Sybille Fezer kommentiert in einem Interview die zahlreichen Eindrücke von der herausfordernden Arbeit vor Ort.
Reisebericht 2012: Wenn Visionen wahr werden – Traumatherapeutin Maria Zemp berichtet aus Liberia
Seit 2003 ist die Krankenschwester, Heilpraktikerin und Traumatherapeutin Maria Zemp regelmäßig als Trainerin von Gesundheitsfachkräften für medica mondiale tätig. In Liberia erarbeitete Maria Zemp 2011 gemeinsam mit den liberianischen Mitarbeiterinnen ein Konzept zur kompetenten Unterstützung von Überlebenden sexualisierter Gewalt. Auf Basis dieses Konzepts bildet Maria Zemp derzeit in Kurzzeit-Einsätzen Gesundheitsfachkräfte in der Region aus, bis sie die Grundprinzipien einer traumasensiblen Haltung verinnerlicht haben.
medica mondiale: Fortbildungen zu Kriegsgewalt und Traumatisierung 2012/13
Auch 2012/13 bietet medica mondiale aufgrund der hohen Nachfrage ein Fortbildungsprogramm zum Thema Kriegsgewalt und Traumatisierung an. Welche unterschiedlichen Funktionen hat sexualisierte Gewalt im Krieg? Was sind individuelle, was sind kollektive Traumafolgen? Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es für betroffene Frauen vor Ort und in Deutschland? Solche Fragen beschäftigen Frauen und Männer, die beispielsweise in der humanitären und der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit tätig sind oder mit Flüchtlingen arbeiten. In den Fortbildungen von medica mondiale finden Sie Antworten darauf.
DR Kongo „Ohne wirksame Strafverfolgung kein Ende der Gewalt“
Pressemitteilung: Anlässlich des Internationalen Tages für die Rechte der Frau und den Weltfrieden macht medica mondiale auf die anhaltend desolate Sicherheitslage für die Zivilbevölkerung in der Demokratischen Republik (DR) Kongo aufmerksam. Der neueste Bericht des UN-Sicherheitsrats zu sexualisierter Gewalt in Konfliktregionen erfasst für 2011 allein in den Ostprovinzen des Landes wieder mehrere hundert neue Vergewaltigungsfälle. Die Dunkelziffer dürfte sehr viel höher liegen. medica mondiale fordert die internationale Gemeinschaft dazu auf, mehr Druck auf die kongolesische Regierung auszuüben, damit Straftäter endlich zur Rechenschaft gezogen werden.
Afghanistan: „Das bescheidene Wunder eines normalen Lebens“
Kommentar zur Bonner Afghanistan-Konferenz: "Von Transition zur Transformation“, so lautete der vielversprechende Titel der Afghanistan-Konferenz, die am 5. Dezember genau zehn Jahre nach der Petersberger-Konferenz zu Afghanistan in Bonn stattgefunden hat. Viel wurde im Vorfeld über die rund 1000 Delegierte zählende Zusammenkunft spekuliert: Würden Vertreter der Taliban anwesend sein? Würde Pakistan, dessen Rolle doch als so wesentlich für die Befriedung der gesamten Region angesehen wird, teilnehmen? Welches Mitspracherecht würde diesmal der afghanischen Zivilgesellschaft eingeräumt werden?
Vernachlässigung des zivilen Aufbaus spielt Taliban in die Hände
Pressemitteilung: Wenige Tage vor der internationalen Afghanistan-Konferenz in Bonn weist die Frauenrechts- und Hilfsorganisation medica mondiale auf die Dringlichkeit hin, das Engagement der internationalen Gemeinschaft endlich auf die Bedürfnisse der afghanischen Bevölkerung und einen verstärkten zivilen Aufbau auszurichten. Dessen jahrelange Vernachlässigung hat das Wiedererstarken ultrakonservativer Kräfte mit begünstigt.
Wichtiges Signal für Frauenaktivistinnen weltweit!
Pressemitteilung: Die Frauenrechts- und Hilfsorganisation medica mondiale freut sich über die Entscheidung des Friedensnobelpreis-Komitees, in diesem Jahr drei Persönlichkeiten auszuzeichnen, die sich für Frauenrechte einsetzen. Die Organisation wertet die Vergabe des Friedensnobelpreises an Liberias Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf, die liberianische Aktivistin Leymah Gbowee und die Bürgerrechtlerin Tawakkul Karman aus dem Jemen als bedeutsamen Schritt und würdigt das Signal des Komitees, dass Frauen in Friedens- und Demokratieprozessen gestärkt werden müssen.
Vorwürfe zu Vergewaltigungen in Libyen „Massenhysterie“?
Pressemitteilung: Vor dem Hintergrund der jüngsten Vorwürfe gegen den libyschen Präsidenten Muammar al-Gaddafi, Massenvergewaltigungen veranlasst zu haben, erinnert die Frauenrechtsorganisation medica mondiale an die Verpflichtung der Staatengemeinschaft zum Schutz von Frauen und Mädchen vor sexualisierter Gewalt. Am 19. Juni jährt sich zum dritten Mal die Verabschiedung der UN-Sicherheitsresolution 1820, die alle Mitgliedsstaaten sowie alle an Kampfhandlungen beteiligte Personen dazu auffordert, mit sofortiger Wirkung jegliche sexualisierte und sonstige geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu beenden.




